Gut gerüstet für Social Media Marketing

Stephanie Holmes: Social Media Marketing 2015

Stephanie Holmes: Social Media Marketing 2015

Social Media spielt auch für kleinere Unternehmen und Selbstständige eine wichtige Rolle. Oft fehlen hier jedoch Zeit, Know-how und das finanzielle Budget, um soziale Medien zielgerecht zu nutzen. „Social Media Marketing 2015“ von Stephanie Holmes will hier eine Hilfe bieten. Ihre Erfahrungen hat die Autorin in IT-Projekten und durch die Arbeit mit Unternehmen in ihrer Social Media Beratungsagentur gesammelt. Mit dem Buch zeigt sie, wie sich Social Media auch ohne eigene Abteilung für die externe Kommunikation einsetzen lässt.

Marketing im Vorübergehen
Auf knapp 200 Seiten mit insgesamt 17 Kapiteln geht sie auf die wichtigsten Aspekte Ihrer Zielgruppe ein: Selbstständige sowie kleine und mittelständische Unternehmen. Dort muss Social Media Marketing meist „nebenbei“ geschehen. Damit das Social Media  Engagement nicht bei einer kurzfristigen Aktion bleibt, deren Effekt schnell versandet, legt die Autorin zunächst einen theoretischen Grundstein. Mit dessen Hilfe kann man anschließend schnell selbst in der Social Media-Welt Fuß fassen und das „Marketing nebenbei“ professionell gestalten.

Grundgerüst für den schnellen Einstieg
In vier Blöcken lernt der Leser Grundlegendes zu Theorie und Praxis des Social Media Marketing:

  • Social Media im Unternehmen
  • Vorstellung von Social Media-Plattformen
  • Planung einer Social Media Strategie
  • Umgang mit Krisen und Kritik

Jedes Kapitel ist so aufgebaut, dass das neu erworbene Wissen mit Fragen und Übungen gefestigt wird. In den einzelnen Kapiteln erklärt die Autorin zunächst in straffer Form, worum es geht. Zahlreiche Abbildungen erleichtern das Verständnis. Im Grundlagenteil wird Social Media im Unternehmen eingeordnet: Wo in der Unternehmenskommunikation ist es anzusiedeln, wer ist dafür verantwortlich? Anschließend erfährt man, welche Social Media Plattformen (XING, Twitter, Groupon etc.) im Netz zu finden sind und was sie dem Unternehmen bringen. Die Autorin konzentriert sich hier auf die Funktionalitäten der Plattformen und nicht auf die technischen Details. Ein kritischer Abschnitt sowie ein Fallbeispiel runden jedes Kapitel zu den Plattformen ab. Der letzte Teil des Buches zeigt schließlich, wie man eine Strategie entwickelt und Social Media für sein eigenes Unternehmen einsetzt.

Gute Grundlage – aber ausreichend für die Praxis?
Die Autorin hat sich eine ambitionierte Aufgabe gestellt – Selbstständige und KMU sollen mit dem Buch von Social Media profitieren können. Umfang und Preis des Buches sprechen für eine kurzweilige und praxisnahe Darstellung. Der Inhalt wird anschaulich erläutert und durch diverse Hilfsmittel wie Fragenblöcke, Comics etc. ist er leicht verständlich.

Doch der Umfang hat seine Tücken: Zum Beispiel sind einige Plattform-Beschreibungen zu begrenzt: statt der Unternehmenssicht steht manchmal die persönliche Praxis im Vordergrund. Für XING beispielsweise wäre die Pflege einer Unternehmensseite interessant; nicht unbedingt nur, wie man sich als Privatperson anmeldet. Die einzelnen Kapitel könnten mehr harte Fakten und vor allem Handlungsanweisungen beinhalten. Wünschenswert sind auch Hinweise, wo und wie man das Wissen selbstständig weiter vertiefen könnte.
Hilfreich sind dagegen die zahlreichen Übungen und Anregungen, über Social Media in seinem Unternehmen nachzudenken. Stets geht es in den Übungen darum, das gerade Gelesene auf sein eigenes Unternehmen anzuwenden. So ist der erste Schritt zur Umsetzung bereits beim Lesen des Buchs getan. Fallbeispiele zeigen außerdem sehr anschaulich, wie andere Unternehmen die verschiedenen Plattformen einsetzen und was man aus Fehlern von anderen lernen kann.

Fazit
Insgesamt: ein schnell und angenehm lesbares Buch, das seiner Zielgruppe den Einstieg in das Thema leicht macht. Besonders der Abschnitt zur Planung einer Strategie wird in der Einführungsphase sicher immer wieder nützlich werden. Auch die vielen Übungen mit direktem Praxisbezug machen das Buch zu einer lohnenden Lektüre. Wer allerdings tiefer in das Thema einsteigen möchte, kommt schnell an die Grenzen des Buchs. Ein Manko, das man aber bei dem budgetschonenden Preis von 19,90 € durchaus in Kauf nehmen kann.

Hinweis: Das hier besprochene Buch wurde uns von der Autorin kostenfrei als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Der Verlag und die Autorin haben keinerlei Einfluss auf den Inhalt dieser Besprechung genommen.

Literatur:  Stephanie Holmes [2015]: Social Media Marketing 2015. webmasters press, Nürnberg. ISBN 978-1511552639

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Alte Zöpfe – neue Chancen

Kein alter Zopf  (c) Helmut J. Salzer  / pixelio.de

Kein alter Zopf
(c) Helmut J. Salzer / pixelio.de

Letzte Woche haben wir einen erschütternden Einblick in die Tiefen der TYPO3-Altlasten gegeben. Zugegeben: Letzten Endes kann TYPO3 nichts für die mangelnde Update-Bereitschaft seiner Benutzer; bei Drupal-, WordPress- und Joomla-Installationen sieht das auch nicht anders aus.
Deshalb wollen wir uns in diesem Post ansehen, welche Chancen das Update auf TYPO3 6.2 bietet. Und natürlich die versprochene Auflösung bringen, warum 4.5 manchmal mehr ist als 6.

Mehr Bequemlichkeit und Sicherheit

Auf die Sicherheitsaspekte beim Umstieg auf TYPO3 6.2 sind wir schon im letzten Beitrag eingegangen. Hinzu kommen zahlreiche Neuerungen auf technischer Seite (z. B. die Einführung des File Abstraction Layer oder die Umstellung auf MySQLi). Und man gewinnt eine Menge an Bequemlichkeit in der Handhabung: definierbare Displaybreiten in der Seitenvorschau (für responsive Seiten), automatische Content-Veröffentlichung im Scheduler, einfachere Formularerstellung im Form Wizard. Schon die neuen Features lohnen also den Umstieg. Daneben gibt es aber noch andere Chancen, die ein Upgrade auf TYPO3 6.2 bietet.

Responsive, Adaptive – Hauptsache -ive

Auch wenn es jetzt nicht so heiß gegessen wird, wie manche das gekocht haben: Google bewertet in Zukunft Webseiten auch danach, ob sie auf mobilen Geräten sinnvoll nutzbar sind, also z. B. adaptive oder responsive reagieren.
Für die weniger Webtechnik-Affinen unter Ihnen:  Beide Techniken verwendet man zur Anpassung einer Website an das gerade verwendete Anzeigegerät. Adaptive heißt dabei, dass die Anpassungen bereits vor dem Ausliefern der Seite an den Browser, also auf dem Server, passieren. Das ist wesentlich flexibler, aber auch aufwendiger.

Deshalb verwendet man häufig das einfachere responsive Design. Hierbei entscheidet sich erst im Browser, wie eine Seite dargestellt wird. Der Nachteil dabei: Der komplette Inhalt muss ausgeliefert werden, egal ob er in der entsprechenden Darstellung auch  gebraucht wird.Google ist es übrigens prinzipiell egal, für welche Variante Sie sich entscheiden. Mit adaptiven Verfahren laufen Sie aber wesentlich weniger Gefahr in andere Google-Fettnäpfchen wie lange Download-Zeiten oder unnötige Übertragungen zu treten.

Egal, für welche Technik Sie sich entscheiden: Eine mobile Darstellung ist fast immer Pflicht. Und das TYPO3-Update ist der ideale Zeitpunkt dafür. Erledigen Sie alles in einem Aufwasch. Denn oft ist Nutzen und Potenzial nicht ganz so groß, wie Sie die Web-Agentur gerne glauben machen will. Ob Sie Ihre Bierflaschenreinigungsanlage oder den neuen Herzschrittmacher gut verkaufen, steht und fällt wahrscheinlich nicht mit Ihrer mobilen Seite…

Endlich sozial

Social-Media ist wichtig, das weiß heute jeder. Aber was hat Social Media mit TYPO3 zu tun? Mehr, als man denkt: Moderne Extensions wie SocialSharePrivacy  sorgen für perfekte Integration der Social-Media-Angebote und gleichzeitig für die Einhaltung der aktuellen Datenschutzrichtlinien.
Social Media in die Website zu integrieren bringt allerdings nichts, wenn sich nichts tut auf den sozialen Plattformen. Letzten Endes haben Sie nur drei Optionen: Entweder Sie nehmen sich (a) Zeit oder geben (b) anderen Geld oder lassen es (c) ganz. Interessanterweise hat gerade bei einem schon fast intimen Vorgang wie der Kommunikation mit Besuchern per Social Media eine externe Agentur meist sowohl die besseren Themen als auch höhere Durchhaltevermögen. (Teilweise) Auslagern ist deshalb nicht die schlechteste Idee.

Die Lösung zu 6 ist kleiner als 4.5

Sollten Sie nicht wissen, wovon ich rede, empfehle ich den Beitrag „TYPO3-Altlasten“ aus der vergangenen Woche. Kurz zusammengefasst: Unsere kühne Behauptung war, dass 4.5 manchmal mehr ist als 6.0. Dazu sollte man Folgendes wissen.
Im Moment gibt es zweieinhalb Versionen von TYPO3, die mit Updates versorgt werden. 6.2 ist das aktuelle LTS-Release. LTS steht hierbei für „Long Term Support“ und bezeichnet Versionen, die besonders lang aktualisiert werden und sich dadurch besonders für den Einsatz im professionellen Umfeld anbieten. Die aktuelle Version 7 ist keine LTS-Version und wird deshalb nicht so lang unterstützt.
Die gerade ausgelaufene LTS-Version 4.5 hat im März ihre letzte Unterversion mit der Nummer 40 bekommen. Für 4.5 gibt es – als absolutes Novum im TYPO3-Umfeld und von der TYPO3-Gemeinde nicht gerade gern gesehen – nur noch bezahlte Updates. Für 5000 Euro pro Instanz bekommt man hier eine Gnadenfrist bis März 2016. Da Version 6.0 keine LTS-Version war, wurde sie nur kurz (ca. sechs Monate) mit Updates versorgt. Und daraus folgt: 4.5 LTS ist besser – da länger unterstützt – als Version 6.0.

 

Anleitung für starke Marken

Mit Anleitung zur Marke

(c) R. B. / pixelio.de

Über Anleitungen als Marketinginstrument haben wir uns im doctima-Blog schon öfter Gedanken gemacht. Denn Berührungsängste zwischen Technischer Dokumentation und Marketing schaden letzten Endes beiden Kommunikations-Abteilungen.

Heute ist nun von mir ein umfangreicherer Beitrag auf marconomy zu diesem Thema erschienen. Anhand von 6 Tipps zeige ich, wie Produktanleitungen Marketingfunktionen übernehmen können. Schauen Sie doch mal rein: Mit diesen 6 Tipps wird Ihre Produktanleitung zum Hit.

 

Leseliste: Social Media Controlling

Social Media Controlling - mehr als Strichlisten  (c)  Denise  / pixelio.de

Social Media Controlling – mehr als Strichlisten
(c) Denise / pixelio.de

Manche empfinden das Controlling von Social-Media-Aktivitäten als lästige Pflicht. Richtig gemacht ist es aber ein Turbo für den Erfolg im Web 2.0. In der heutigen Leseliste zeigen wir die besten Tipps fürs Social Media Controlling und Monitoring. Weiterlesen

TYPO3-Tipps: Cache leeren

Der Cache und was drin steckt.

"Leeren Sie Ihren Speicher" (c) Joujou  / pixelio.de

„Leeren Sie Ihren Speicher“
(c) Joujou / pixelio.de

Ein Cache ist im Allgemeinen ein Zwischenspeicher, in dem Ergebnisse aufwendiger Berechnungen oder lange Ladevorgänge für die spätere Wiederverwendung gespeichert werden. Das ist  z. B. dann der Fall, wenn der Aufruf einer Internetseite für den Server sehr viel Arbeit bedeutet (z. B. wegen großer Datenbankabfragen), das Ergebnis sich aber nicht allzu häufig ändert. Das System erzeugt dann die Seite nur einmal und liefert dasselbe Ergebnis danach an alle aus, die diese Seite anfordern.

TYPO3 geht dabei nach dem Motto vor „Wenn etwas geändert wird (z. B. durch die Hand eines Redakteurs), hat sich danach wohl etwas geändert!“. Klingt plausibel. TYPO3 verwirft grundsätzlich also Cache-Einträge, wenn es merkt, dass Seiten verändert wurden.
Das Problem an diesem Vorgehen ist, Weiterlesen

7 mal Themen finden leicht gemacht

(c) uschi dreiucker  / pixelio.de

Finden statt suchen
(c) uschi dreiucker / pixelio.de

„Was soll ich nur schreiben?“ Normalerweise plagt uns Technische Redakteure dieses Problem ja eher nicht. Wenn wir ein Produkt dokumentieren, ist das Thema ja schon automatisch vorgegeben. Immer öfter sind Technische Redakteure aber auch verantwortlich für PR-nahe Aufgaben wie Fachartikel, Blogbeiträge oder Produktvorträge. Und da kann die Themensuche durchaus zum Problem werden. Hier also ein paar Tipps, die das Leben leichter machen.

1. Bereit sein

Themenideen warten nicht darauf, dass man gerade Zeit für sie hat. Sie kommen überraschend und meist genau dann, wenn man am wenigsten mit ihnen rechnet: unter der Dusche, nachts um drei, beim Bergsteigen… Da ist es gut, wenn man vorbereitet ist und Ideen zumindest skizzenhaft aufzeichnen kann. Wichtig ist nicht, dass man alles festhält. Es reichen die Weiterlesen

Auf zu neuen Themen…

Themen finden mit Barbara Hallmann

Themen finden mit Barbara Hallmann

Verglichen mit unseren Kollegen aus dem Journalismus haben wir als Technische Redakteure und Redakteurinnen es auf den ersten Blick recht einfach: Denn das Thema immer schon gegeben. Denn im Regelfall wissen wir genau, welches Produkt als nächstes zu dokumentieren ist.

Und doch gibt es immer wieder Fälle, bei denen wir eigenständig Themen entwickeln müssen: z. B. für Vorträge, Fachartikel, Blogbeiträge oder Pressemeldungen. In solchen Fällen kann die ungewohnte Themenfindung dann recht beschwerlich werden.

Was liegt also näher als von den Journalisten zu lernen, für die das ja Alltagsgeschäft ist? Bei meinen Recherchen bin ich auf das Buch von Barbara Hallmann „Themen finden „gestoßen.  Weiterlesen

Social Media und Konferenzen

Konferenz

(c) Uwe Steinbrich / pixelio.de

Für die meisten von uns gehören Tagungen und Konferenzen zum Alltagsgeschäft. In der letzten Zeit beobachte ich immer öfter, dass sich um die Veranstaltungen herum eine ganze Reihe von Aktivtäten in den Social Media entwickeln. Ich will hier mal ein paar der Dinge zusammenfassen, die ich zu Web 2.0 und Konferenzen gelernt habe.

Vorbereitung

Wenn man eine Konferenz als Teilnehmer auch in Social Media gut zur Geltung bringen will, dann lohnt sich ein wenig Vorbereitung. Als erster Schritt ist es wichtig, Weiterlesen

Bitte nicht! Bessere Alternativen zu Captchas

Bitte nicht Captchas

(c) doctima

Ihrem Anspruch nach sind Captchas für Menschen entschlüsselbar; SPAM-Bots müssen dagegen weinend aufgeben und gesenkten Hauptes von dannen ziehen. Soweit die Theorie.

Leider haben Captchas eine viel zu hohe false positive-Rate, d. h. zu viele echte Nutzer scheitern an ihnen, und damit sind Captchas für ihren Job schlicht ungeeignet. Außerdem besitzen sie ein enormes Frustrationspotenzial und sind nicht barrierefrei. Deshalb sind sie für eine professionelle Website nicht als lästig, sondern viel eher als geschäftsschädigend einzustufen.

Es geht ohne. Mit wenigen einfachen Maßnahmen bekommt man ähnliche Trefferquoten wie mit Captchas, allerdings ohne die Benutzer zu belästigen. Und das geht beispielsweise so: Weiterlesen