6 Tipps für Quereinsteiger in die Technische Dokumentation

(c) Zsuzsanna Kilian via sxc.hu

In regelmäßigen Abständen werde ich von Hochschulen gebeten, “doch einmal aus meinem Berufsfeld zu berichten”. Das sei doch interessant, wie ich – als Quereinsteiger…

Und tatsächlich ist Technische Dokumentation ein Beruf, in dem es Quereinsteiger noch immer vergleichsweise leicht haben. Und das, obwohl es mittlerweile etliche spezialisierte Studiengänge zu dem Fach gibt. Wobei die Frage natürlich auch ist, was eigentlich ein Quereinsteiger in unserem Fach ist. Von einem Kollegen mit Ingenieurs-Hintergrund wurde ich einmal gefragt, wie ich das denn so geschafft hätte als Quereinsteiger in der Dokumentation, so ganz ohne Technik-Kenntnisse? Meine Antwort hat ihn wohl ein wenig verblüfft: “Nun ja, ich habe über die Verständlichkeit von Gebrauchsanleitungen promoviert. Und wie haben Sie denn den Quer-Einstieg in die Technische Dokumentation geschafft, so ganz ohne Redaktionserfahrung?”

Tipp 1: Anknüpfungspunkte finden

Technische Dokumentation ist ein Querschnittsfach, in dem viele Kenntnisse gefragt sind. Für Geisteswissenschaftler ist das eine echte Chance. Als Historiker kennt man vielleicht verschiedene Archivierungssysteme, als Fremdsprachen-Philologe hat man sich mit interkulturellen Phänomenen beschäftigt, als Literaturwissenschaftler mit verschiedenen Stilen. Alles Kompetenzen, die auch in der Technischen Dokumentation nützlich sind.

Wichtig sind auch außerfachliche Erfahrungen. Sind Sie Computerspiele-Fan? Erstellen Sie doch ein Video-Tutorial, wie sich in Ihrem Lieblingsspiel ein Mod einbinden lässt. Oder Sie leben auf einem Bauernhof? Der erste Anknüpfungspunkt für ein Dokumentationspraktikum bei einem Landmaschinen-Hersteller. Sie spielen ein Instrument in einer Big Band? Für ein Einsteiger-Handbuch werden Ihnen neue Band-Mitglieder sicher dankbar sein.

Tipp 2: Kompetenz aufbauen

So sicher wie sich Anknüpfungspunkte finden lassen, so sicher werden Ihnen aber auch noch viele Fertigkeiten für die Technische Dokumentation fehlen. Bei Geisteswissenschaftlern sind das meist Technik-Kenntnisse. Das heißt nun nicht, dass Sie Abendkurse in Werkstoff-Wissenschaften oder Fertigungstechnik besuchen müssen. Als Biologe wäre zum Beispiel Medizintechnik ein interessantes Aufgabenfeld, in das man sich näher einarbeiten kann; als Archäologe sind 3D-Scanner und -Printer auch für den eigentlichen Beruf interessant.

Auch die Grundlagen der Programmierung sind nicht so schwer, wie manch eine(r) sich das vorstellt. HTML ist so einfach, dass es sich leicht im Selbststudium nebenbei lernen lässt. Und es bietet eine einfache Grundlage für den Einstieg in XML, eine Dokument-Beschreibungssprache, die in der Technischen Dokumentation gerne eingesetzt wird. Auch mit Excel-Formeln lassen sich einfache Programmierfunktionen erproben; dadurch lässt sich dann ganz nebenbei auch noch manches Hochschulprojekt einfacher umsetzen.

Technisches Knowhow muss nicht als trockenes Buchstudium oder als aufwändige Webrecherche ablaufen. Interviewen Sie doch einmal Ihren WG-Kollegen zu seinem Elektrotechnik-Studium. Viele Ingenieurs-Studenten freuen sich, wenn sich jemand für ihr Fach interessiert. Und Sie werden dabei Erfahrungen sammeln, die Sie in Ihrem späteren Beruf als Technischer Redakteur gut gebrauchen können. Das Interview können Sie ja dann in einer Studenten-Zeitschrift oder Ihrem Blog veröffentlichen.

Tipp 3: Kompetenz zeigen

Denn letzten Endes hilft alles Wissen nichts, wenn man dieses Wissen nicht in die Praxis umsetzen kann. Ein Blog kann deshalb eine gute Plattform sein, um redaktionelle Erfahrungen zu sammeln und Arbeitsproben zu publizieren.

Ein anderer guter Einstieg in die praktische Dokumentationsarbeit sind OpenSource-Projekte. Auf SourceForge finden Sie eine große Auswahl von Open Source Software. Gerade bei den kleineren Programmen oder bei spezialisierten Software-Paketen freuen sich die Programmierer, wenn sie Unterstützung für die Dokumentation bekommen. Und wer es gerne konkreter mag: Open Source gibt es auch bei Hardware. Über Unterstützung bei der Dokumentation sind auch diese Projekte sicher dankbar.

Viele Studenten und Studentinnen vergessen, sich bei ihren Unternehmenspraktika Nachweise zu besorgen. Damit sind nicht nur einfach Praktikumsbeurteilungen gemeint. Ideal ist es, wenn man nach dem Praktikum auch einige Arbeitsproben vorzuzeigen hat.

Kompetenz lässt sich außerdem in verschiedenen Diskussionsforen im Internet beweisen: Facebook, Linkedin und Xing stellen gleich mehrere Plattformen bereit, auf denen sich Technische Redakteure treffen; auf Twitter lässt sich unkompliziert Kontakt zu Technischen Redakteuren weltweit aufbauen. Das Gute dabei: Auf solchen Plattformen lassen sich gleich mehrere Tipps gleichzeitig umsetzen: Hier kann man sich zu den Trends der Branche informieren, man kann Kontakte aufbauen und z. B. eine eigene Arbeitsprobe zur Diskussion stellen und die Meinung der Fachleute einholen.

Tipp 4: Netzwerke bilden

Denn gerade als Quereinsteiger sind Kontakte immens wichtig. Immer wieder höre ich den Einwand, dass man in den Unternehmen doch “nur über Beziehungen reinkommt”. Das stimmt so zwar nicht, aber bestehende Kontakte erleichtern den Einstieg natürlich schon. Der Denkfehler in dem Einwand liegt aber darin, dass er unterstellt, dass Kontakte etwas sind, was man hat.

Kontakte hat man nicht automatisch, man kann und sollte sie aber aufbauen. Das können die oben erwähnten Teilnehmer in einem Web-Forum sein. Bei einem Praktikum oder anderen Projekt lohnt es sich, auch nach dem Abschluss den Kontakt zu halten. Und die Kommilitonen von heute sind vielleicht schon die Projektpartner von morgen.

Letzten Endes ist es nicht entscheidend Kontakte zu haben, sondern sie zu pflegen und sich für die Leute in seinem Umfeld zu interessieren. Denn oft merkt man nicht, welche interessanten Leute man kennt. Ich habe selbst zum Beispiel erst nach ein paar Jahren Berufstätigkeit herausgefunden, dass ein Verwandter, der in einem Maschinenbau-Unternehmen als Ingenieur arbeitete, dort tatsächlich die Technische Dokumentation verantwortete (und er dachte umgekehrt, dass ich “irgendwas mit Internet” mache). Seitdem sind die Familienfeste für uns beide deutlich interessanter.

Und entscheidend ist auch, Kontakte nicht als Aufgabe zu verstehen und rein strategisch vorzugehen. Zeigen Sie echtes Interesse an den Leuten um Sie herum und seien Sie hilfsbereit, wenn Sie Gelegenheit dazu haben. Beweisen Sie sich als guter Partner und angenehmer Kontakt und wenn es darauf ankommt wird man sich gerne an Sie erinnern.

Tipp 5: Preise kennen

Viele Anfänger glauben, dass sie nur niedrig genug mit Ihren Preisen gehen müssen, damit sie einen Auftrag bekommen. Davor kann ich nur warnen. Billige Preise kann man sich nur auf zwei Arten  leisten: Entweder indem man groß ist und Skaleneffekte nutzen kann (das “ALDI-Prinzip”) oder indem man sich selbst ausbeutet. Das eine können Sie als Anfänger nicht und das andere sollten Sie nicht.

Letzten Endes ist der Preis für eine Dienstleistung (egal ob Honorar oder Gehalt), ein Zeichen für Professionalität. Zu billig kann dann signalisieren, dass die Leistung nicht in Ordnung ist. Und dann klappt es mit dem Auftrag auch tatsächlich wegen des Preises nicht.

Tipp 6: An sich glauben

Zu guter Letzt: Glauben Sie an sich selbst. Als Quereinsteiger sind wir immer mit dem Gedanken konfrontiert, dass die Welt ja nicht auf uns wartet. Gerade deshalb ist es wichtig, unsere Stärken zu kennen. Und der Vorteil an unseren Schwächen ist, dass wir zumindest wissen, dass sie vorhanden sind und dass wir daran arbeiten können, sie auszugleichen. Denn eine erkannte Schwäche ist allemal besser als eine ungenutzte Stärke.

Steuerung der Verständlichkeit der Unternehmenskommunikation

Jan-Helge Weimann

Jan-Helge Weimann

Wir freuen uns über den heutigen Gastbeitrag von Jan-Helge Weimann. Im Herbst 2012 hat Herr Weimann sein Studium im Masterstudiengang Communication Management an der Universität Leipzig abgeschlossen. Seine Masterarbeit hat er zum Thema „Verständlichkeit in der Unternehmenskommunikation. Reflektion der Verfahren der Verständlichkeitsforschung zur Steuerung der Verständlichkeit der Unternehmenskommunikation“ geschrieben.

Es scheint auf der Hand zu liegen, dass Verständlichkeit in der strategischen Kommunikation von Unternehmen eine Rolle spielt. Aus diesem Grund habe ich mich in meiner Masterarbeit, in deren Rahmen mir Dr. Markus Nickl als einer von zehn Experten für ein Interview zur Verfügung stand, der Verständlichkeit aus der Perspektive der Steuerung der Unternehmenskommunikation angenommen und den Einsatz der Verfahren der Verständlichkeitsforschung zu diesem Zwecke reflektiert.

Verständlichkeit in der Unternehmenskommunikation

Als grundlegender Anknüpfungspunkt von Unternehmenskommunikation und Verständlichkeit kann der Kommunikationsprozess betrachtet werden. In diesem richtet sich – vereinfacht dargestellt – ein Kommunikator mit einer Mitteilungshandlung an einen Rezipienten, der daraufhin mit einer Verstehenshandlungen reagiert und im Anschluss ggf. selbst eine Mitteilungshandlung ergreift, d. h. die Rolle des Kommunikators einnimmt usw. Die Verständlichkeit der Mitteilungshandlung beeinflusst das Gelingen der Verstehenshandlung und ist infolgedessen nur vom bzw. in Bezug auf den individuellen Rezipienten zu beurteilen, der im Unternehmenskontext jedoch als Teil einer Stakeholder- bzw. Zielgruppe angesprochen wird.

Verständlichkeit als Erfolgsfaktor der Unternehmenskommunikation

Nun bemisst sich der Erfolg der Unternehmenskommunikation in vielen Fällen (in Abhängigkeit von der strategischen Zielsetzung der Mitteilungshandlung) nicht daran, ob eine Zielgruppe eine Mitteilung verstanden hat, sondern an den Konsequenzen, die auf die Mitteilung zurückzuführen sind, z. B. einer im Sinne des Unternehmens geänderten Meinung oder ergriffenen Handlung. Das Verständnis einer Mitteilung ist ihrer Konsequenz jedoch vorgelagert; nicht zuletzt deshalb wird die Verständlichkeit zu einem Erfolgsfaktor der Unternehmenskommunikation.

Steuerung (der Verständlichkeit) der Unternehmenskommunikation

Hieraus kann (erneut in Abhängigkeit von der strategischen Zielsetzung) der Bedarf erwachsen, die Verständlichkeit der Unternehmenskommunikation zu steuern. Die Steuerung der Unternehmenskommunikation erfolgt im Kommunikationsmanagement, das hierbei vom Kommunikations-Controlling unterstützt wird. In diesem werden die strategischen Kommunikationsprozesse des Unternehmens anhand geeigneter Methoden bzw. Verfahren und Kennzahlen transparent gemacht und deren Steuerung ermöglicht. Als einheitlicher Standard liegt dem Kommunikations-Controlling im deutschsprachigen Raum der DPRG/ICV-Bezugsrahmen zugrunde, der einen generischen Kommunikationsprozess abbildet. Die Verständlichkeit der Unternehmenskommunikation ist in diesem Modell auf der Ebene des Internen Output zu verorten (→ den DPRG/ICV-Bezugsrahmen und weiterführende Informationen zum Thema Kommunikations-Controlling finden Sie unter www.communicationcontrolling.de).

Standardisierte Verfahren der Verständlichkeitsforschung im Kommunikations-Controlling

Der Rationalität profitorientierter Unternehmen folgend, bemisst sich die Eignung der im Kommunikations-Controlling eingesetzten Methoden in erster Linie an ihrer Relation von Kosten und Nutzen. Infolgedessen kommen für die Steuerung der Verständlichkeit der Unternehmenskommunikation vor allem standardisierte Verfahren der Verständlichkeitsforschung infrage, die in der Tradition der Lesbarkeitsforschung stehen. Die Steuerung der Verständlichkeit bezieht sich dementsprechend auf textuelle Mitteilungen der Unternehmenskommunikation. Abgesehen von ihrer hervorzuhebenden Kosten-Nutzen-Relation weisen die Verfahren der Lesbarkeitsforschung weitere entscheidende Vorteile auf, zu denen u. a. die Anpassung ihrer Zielwerte an die jeweilige Zielgruppe des Unternehmens, die Textoptimierung und mögliche Schulungen in verständlichem Schreiben zählen. In Einzelfällen lässt sich das unternehmensspezifisch eingeführte Verfahren um Experteneinschätzungen ergänzen, die sich entlang eines Leitfadens auf die semantische Ebene einer textuellen Mitteilung der Unternehmenskommunikation beziehen.

Als weiterführende Standardwerke, die die zentralen Themen meiner Masterarbeit behandeln, sind „Verstehen und Verständlichkeit von Politikersprache“ (2012) von Jan Kercher sowie „Unternehmensführung und Öffentlichkeitsarbeit“ (2010) von Ansgar Zerfaß zu nennen. Für Rückfragen erreichen Sie mich per E-Mail an jh.weimann@gmx.de.

Blick in die Kristallkugel – Was bringt 2013?

Blick in die Kristallkugel

(c) olga meier-sander / pixelio.de

Nachdem nun ja der Weltuntergang doch verschoben werden muss, wollen wir einen kleinen Blick in die Zukunft wagen. Was bringt 2013? Wo liegen die Trends in der Technischen Dokumentation? Was wird endlich besser? Wir haben dazu einmal einige Kollegen bei doctima gefragt, wie sie die Dinge sehen. Und das ist dabei herausgekommen…

Johannes Dreikorn, Redaktionsleiter

Trend 1:

Redakteur sein heißt zunehmend fitter zu werden in ganz unterschiedlichen Publikationskanälen. Man schreibt nicht “nur Handbücher”, sondern ist zuständig für Bewegtbild, Blog, Online-Support-Site etc. Redakteure werden also immer mehr zu Spezialisten für Informations- und Wissensmanagement.

Trend 2:

Im Sachen Online-Hilfe bzw. Nachfolge von chm-Help tut sich nichts wirklich Revolutionäres auf dem Markt – es herrscht im Grunde Stillstand.

Gleichzeitig kommt von den Kunden ein starker Druck, dass Online-Hilfe und Online-Support-Informationen in einem Medium zusammenwachsen. Kunden haben einfach keine Lust mehr, in mehreren Informationsquellen zu suchen und zu rätseln, was nun die wirklich aktuelle Information ist.

Gefragt sind also Strategien, wie diese beiden Bereiche konzeptionell und technisch zusammenwachsen können. Das ist Arbeit für Informations-Entwickler – denn einfach zusammenkippen geht nicht.

Trend 3:

Das Thema hat z. Zt. vielleicht noch Hype-Charakter – und mancher deshalb schon die Nase voll davon. Aber mobile Dokumentation wird kommen, weil sich das Nutzerverhalten durch die mobilen Möglichkeiten ändert und damit auch die Erwartungen an Doku.

Wer da nichts verschlafen will, muss sich jetzt Gedanken machen, wie sein Doku-Angebot (auch) mobil werden kann. Man muss nichts übers Knie brechen, aber mit Experten drüber nachdenken und die Weichen richtig stellen.

By the Way ;-) doctima hat da schon profunde Projekt-Erfahrung …

Edgar Hellfritsch, IT-Leiter

Trend 1:

Redaktionslösungen, XML, CMS – ehrlich gesagt finde ich den gesamten Themenbereich mittlerweile ziemlich ausgelutscht, die großen Neuerungen sind hier nicht zu erwarten. Was allerdings nicht heißt, dass es hier im Detail nicht noch viel zu tun gibt.

Trend 2:

Spannend bleibt die Frage, wie Content und Dokumentation ihr Potenzial auf mobilen Plattformen ausreizen. Denn bisher reden zwar viele davon, die überzeugenden Lösungen sind aber noch sehr spärlich.

Trend 3:

Cloud, SaaS, verteilte Information – aus meiner Sicht das Geheimtipp-Thema. Denn so viel diese Konzepte in der IT diskutiert werden, so bedeckt hält sich hier die Doku. Da wird es im nächsten Jahr sicher einiges zu diskutieren geben.

Markus Kraus, Vertrieb

Trend 1:

Der “technical writer” wird zum “technical communicator”: Nur Anleitungen schreiben reicht nicht. PDF liefern reicht nicht. HTML-Hilfen erstellen reicht nicht. Die Technische Kommunikation findet inzwischen auch auf Social Media, Wikis usw. usf. statt. Aber: Wie kriege ich die alte und die neue Welt unter einen Hut?

Trend 2:

Durch all die Top-Themen moderner TK, die nach der Aufmerksamkeit der Technischen Redakteure verlangen, dringt immer wieder mal die ganz alltägliche Sorge: Wie finde ich geeignete Mitarbeiter? Wie arbeite ich sie ein?

Markus Nickl, Linguistik

Ich denke wir werden im nächsten Jahr sehen, dass sich Technische Redakteure verstärkt neuen Branchen zuwenden. Die Kernkompetenz von Technischen Redakteuren kann man überall brauchen, wo es darum geht, durch Kommunikation Prozesse zu steuern. Besonders Finanz- und Versicherungsunternehmen drängen sich hier als Arbeitsfelder für Technische Redakteure auf; bei ihnen besteht ein Großteil der Geschäftsprozesse aus Sachinformationen.

Katrin Thurnhofer, Personalwesen

Personalleasing für und mit Hochqualifizierten: Immer mehr Unternehmen erkennen den Vorteil, Spezialisten auf Zeit ins Unternehmen zu holen. Beispiel: Einführung von Content-Management-Systemen. Mit einem Redakteur auf Zeit, der das CMS bereits kennt, holt man sich einen wertvollen Inputgeber ins Haus, der die üblichen Fallstricke kennt und das gesamte Team schnell auf produktive Schlagzahl bringt.

Carolin Schneider, Infodesignerin

Im Bereich der Technischen Dokumentationen für Produkte, auf deren Gefahren – im sicheren Umgang mit dem Produkt – hingewiesen werden muss, steht die amerikanische Norm ANSI Z.535 hoch im Kurs. Themen sind die Gestaltung von Signalwort und Signalwort-Panel, ebenso wie die Wortverwendungen in den Sicherheitshinweisen (Notice, Caution, Warning und Danger). Ziel ist es die Bedeutung der Warnung, in Bezug auf das Produkt, präzise zu visualisieren und für den Endverbraucher zu verdeutlichen (geregelt in der ANSI Z.535.4).

Agnes Ungar, Praktikantin

Mehrsprachigkeit wird immer wichtiger, und dieser Trend macht nicht vor der Technischen Doku halt. Hand in Hand damit geht für mich auch die Thematik der Interkulturellen Technischen Redaktion. Ich könnte mir vorstellen, dass hier ganz viel Potenzial für Optimierungen Technischer Dokus schlummert. Genauso wie für Patzer.

Vielleicht wird diesem Thema in 2013 ja mehr Aufmerksamkeit geschenkt, denn bis jetzt sieht es da eher mager aus.

So weit unser Blick in die Kristallkugel. Und Ihre Meinung? Was wird der Trend für 2013? Vorausgesetzt, dass der Weltuntergang wirklich entfällt. Wir sind gespannt auf ihre Kommentare…

User Experience – auch in der Doku?

zerknüllte Anleitung

User Experience - so nicht
(c) mai05 via sxc.hu

In letzter Zeit hat sich in der Usability-Szene einiges getan: Statt sich nur darauf zu beschränken, dass Produkte möglichst gut benutzbar sind, konzentrieren sich die Vordenker der Anwendbarkeit nun darauf, welche Erlebnisse und Erfahrungen sich mit einem Produkt verbinden. “User Experience” statt “Usability”, das bedeutet “Spaß” statt nur “Nutzwert”.

Als Parade-Beispiele für User Experience gelten die Produkte von Apple. Technisch sind sie oft weniger leistungsfähig als die der Konkurrenz, aber Gestaltung und Benutzerinteraktion sind so gelungen, dass es einfach Spaß macht, sie zu benutzen.

User Experience und Technische Dokumentation

Wie sieht es nun aus zwischen User Experience und Technische Dokumentation? Wollen wir die Frage zunächst einmal von der Seite der User Experience her betrachten. Eine Suche nach dem Begriff Dokumentation auf der zentralen Anlaufstelle zu dem Thema, Ulf Schuberts “User Experience Blog“, ergibt zwar einige Treffer. Aber: Dabei handelt es sich immer um die Dokumentation von Usertests, nicht um Technische Dokumentation.

User Experience scheint im Moment also Technische Dokumentation nicht im Blick zu haben. Das mag daran liegen, dass oft gemutmaßt wird, Nutzer würden ohnehin keine Anleitungen lesen. Tatsächlich hat aber schon 2009 eine Studie der DIN diese Vermutung widerlegt: Zwei Drittel der Verbraucher lesen Anleitungen vor der Inbetriebnahme komplett. Anleitungen sind also durchaus ein Aspekt der User Experience – eine Erfahrung, die ich auch bei meinem iPhone bestätigen kann. So elegant das Produkt in der Benutzung ist, so sehr habe ich mich über die mitgelieferte Anleitung geärgert. Schlecht geschrieben, unvollständig, unübersichtlich, schlicht das Gegenteil von User Experience.

Technische Dokumentation und User Experience

Schon seit einiger Zeit hat die Technische Dokumentation Usability als relevantes Nachbarfeld für sich entdeckt. Umso erstaunlicher, dass User Experience bisher nur als Aspekt des Endprodukts gesehen wird, z. B. von Fabian Klausmann und Matthias Reisemann. Aufgabe der Anleitung ist es lediglich, schnell Zugang zum Produkt zu ermöglichen.

Nun ist aber die Anleitung selbst auch ein Produkt. Wie steht es mit der User Experience unserer Dokumentation? Ist es für den Kunden ein Erlebnis mit ihr zu arbeiten? Oder haben wir uns damit abgefunden, dass Anleitungen ein notwendiges Übel sind?

Ein paar Tipps

Wie lässt sich also für mehr User Experience bei Anleitungen sorgen? Wichtig ist zunächst einmal, seine User auch zu kennen. Zielgruppenanalyse ist deshalb die wichtigste Grundlage für angenehme Benutzbarkeit.

Darüber hinaus sollte man auch die Nutzungssituation im Blick behalten: Was hilft meinen Nutzern in dieser Situation? Wie könnte ich sie positiv überraschen? Was lenkt sie jetzt ab?

Und dann? Was meinen Sie? Wie lässt sich Dokumentation so gestalten, dass sie vom notwendigen Übel zur bereichernden Erfahrung wird? Diskutieren Sie mit uns, wir sind gespannt auf Ihre Erfahrungen.

Bitte nicht! Bessere Alternativen zu Captchas

Bitte nicht Captchas

(c) doctima

Ihrem Anspruch nach sind Captchas für Menschen entschlüsselbar; SPAM-Bots müssen dagegen weinend aufgeben und gesenkten Hauptes von dannen ziehen. Soweit die Theorie.

Leider haben Captchas eine viel zu hohe false positive-Rate, d. h. zu viele echte Nutzer scheitern an ihnen, und damit sind Captchas für ihren Job schlicht ungeeignet. Außerdem besitzen sie ein enormes Frustrationspotenzial und sind nicht barrierefrei. Deshalb sind sie für eine professionelle Website nicht als lästig, sondern viel eher als geschäftsschädigend einzustufen.

Es geht ohne. Mit wenigen einfachen Maßnahmen bekommt man ähnliche Trefferquoten wie mit Captchas, allerdings ohne die Benutzer zu belästigen. Und das geht beispielsweisezwar so: Wir benötigen Kartoffelsalat, Honig und eine Uhr.

Kartoffelsalat

Bots lesen den Quelltext von Webseiten. Wenn ein Eingabefeld im HTML “E-Mail” heißt, dann schreiben sie eine E-Mail-Adresse hinein. Das kann man ausnutzen. Der normale Nutzer sieht diese Bezeichnungen nicht. Also nennen wir das E-Mail-Feld anders, z. B. “Schlangengurke”. Das Feld für den Nachnamen nennen wir “Kartoffelsalat” u. s. w.. Damit ist es für einen SPAM-Bot schon kaum noch lösbar, sinnvolle Werte in die richtigen Felder zu schreiben. Ob z. B. in ein E-Mail-Feld Freitext geschrieben wurde, lässt sich aber leicht per Skript prüfen. Unplausible Bot-Ergüsse werfen wir weg.

Honigtöpfe

Wir verstecken ein Eingabefeld per Stylesheet, sodass der normale Nutzer es weder sieht noch ausfüllen kann. Dieses Feld nennen wir aber im HTML-Quellcode “E-Mail”, und dort steht es, für den Bot gut sichtbar, zwischen dem Kartoffelsalat und der Schlangengurke. So etwas nennt man einen “Honigtopf“. Sobald der Bot das Feld ausfüllt, ist er entlarvt und wir schicken seine Eingaben ins digitale Nirwana.

Digitaluhren

Wie lange dauert es, ein Formular auszufüllen? Bis die ganzen Feldbezeichnungen gelesen und verstanden, die Eingabefelder eingetippt sind, brauchen menschliche Nutzer meist eine ganze Reihe von Sekunden, je nach Umfang des Formulars vielleicht auch Minuten. Einem Bot dauert das zu lange, der muss ja noch ein paar Zehntausend weitere Formulare ausfüllen vor dem Feierabend. Das nutzen wir aus. Wir gucken beim Aufruf der Seite auf die digitale Uhr und zählen. Wird ein mehrseitiges Formular innerhalb weniger Sekunden ausgefüllt und abgeschickt, dann können wir getrost davon ausgehen, dass wir es mit einem Bot zu tun haben und die Eingaben verwerfen.

Funktioniert das?

Wir betreiben das oben Beschriebene seit mehreren Jahren erfolgreich auf eigenen Sites und in Kundenprojekten. Dazu mussten wir die aufgeführten Konzepte nicht einmal selbst ausprogrammieren. Es gibt fertige Module, z. B. die typo3-Extension Spamshield oder das WordPress-Plugin Antispam Bee. Die haben noch ein paar weitere Tricks drauf, die man aber normalerweise nicht unbedingt braucht. Für andere CMS gibt es entsprechende Lösungen.

Fazit

Spiegel online rechnet vor, dass weltweit jeden Tag siebzehn Mannjahre dafür verschwendet werden, Captchas auf Internetseiten zu entschlüsseln. Das ist ziemlich heftig. Captchas sind kein notwendiges Übel. Sie sind übel, soweit korrekt, aber sie sind nicht notwendig. Sie sind, wie Matt Dunn es formuliert, “the Anti-User Experience“, und haben angesichts besserer Alternativen auf professionell erstellten Websites keinerlei Existenzberechtigung.

Nebenbei: Viele Bots lösen die Rätsel gängiger Captcha-Software genauso gut wie der normale Durchschnittsnutzer. Wenn das nicht ausreicht, kann man für ca. einen Dollar pro tausend gelöste Captchas einen menschlichen Knobler engagieren.

DITA ohne Redaktionsleitfaden – Keine gute Idee

So viel wie in den letzten zwei Wochen habe ich lange nicht mehr über DITA gesprochen. Anstoß war die tekom-Jahrestagung in Wiesbaden. Dort ist DITA, ein XML-basierter Strukturierungsstandard für Technische Dokumentation, seit mehreren Jahren eines der Hype-Themen. Auch dieses Jahr war DITA wieder sichtbar vertreten – und mit einigen Leuten aus meinem Netzwerk habe ich vor, während und auch nach der Tagung noch heiß über DITA diskutiert.

Von wegen Allheilmittel

Was mich ehrlich ein bisschen wundert: Noch immer wird DITA von einigen als Allheilmittel verkauft. So als würde DITA alle Probleme für (vor allem Software-) Dokumentation mit einem Federstrich lösen. Aber das ist nicht so.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Darwin_Information_Typing_Architecture#Beispiel

So sieht DITA-XML aus (Beispiel aus Wikipedia).

Was man aus meiner Sicht grundlegend verstehen muss: DITA ist das, was es ist – eine Strukturierungshilfe für Inhalte. Wer mit DITA arbeitet, legt sich auf eine (zugegeben sehr sinnvolle Art) fest, seine Daten erst zu klassifizieren und dann zu strukturieren. Für Handlungsanweisungen gibt es ein Topic “task”, erklärende Texte kommen in ein Topic “concept”. Oft redet man in diesem Zusammenhang auch von “Informationstypen”.

Was mir DITA aber nicht sagt: Nach welchen Regeln befülle ich die Informationstypen? Und: Welche Schreibregeln sind denn für meine Leser ganz grundsätzlich sinnvoll?

DITA – Ein sekundäres Phänomen

Diese grundlegende Definition kann nur ein Redaktionsleitfaden leisten. Ein Dokument also, das für alle relevanten sprachlichen Phänomene in meinen Texten verbindlich (und hoffentlich möglichst übersichtlich) festlegt, welche Regeln wo gelten.
Diese Regeln lassen sich aber nur beschreiben, wenn bereits der Leitfaden die Informationstypen definiert und die Regeln diesen Informationstypen systematisch zuordnet.

Und das bedeutet: Ein Redaktionsleitfaden funktioniert sehr wohl ohne DITA. Ohne Redaktionsleitfaden macht DITA aber keinen Sinn. DITA ist in diesem Zusammenhang ein sekundäres Phänomen.

Dazu passt übrigens auch eine Beobachtung, die ich bei unseren Kunden mache, die mit XML-basierten Redaktionsprozessen arbeiten. Semantische DTDs kommen immer mehr außer Mode. Die Typisierung und Klassifizierung, die diese leisten sollen, werden in einen  Redaktionsleitfaden “vor”-verlagert. Und sobald ein Content-Management-System zum Einsatz kommt, spricht meist niemand mehr von DITA.

Vortragsfolien zum Thema “Redaktionsleitfaden”

Vortragsfolien zum Tutorial "Redaktionsleitfaden"

Vortragsfolien: Ein Klick auf das Bild führt Sie direkt in unseren Download-Bereich.

Auf doctima.de gibt es unsere Vortragsfolien von der tekom-Jahrestagung zum Download. Wer sich näher mit dem Thema Redaktionsleitfaden beschäftigen möchte, findet in dem Tutorial, das ich zusammen mit Jörg Palm von DATEV gehalten habe, sicher den ein oder anderen Denkanstoß.

 

Aus dem Nähkästchen geplaudert

Janina FranzNach dem Sommersemester 2012 durfte ich begleitend zu meinem Studienfach Computerlinguistik ein Praktikum bei der doctima GmbH in Fürth absolvieren. Hier ein Einblick in meine zweimonatige Praktikumszeit:

Schon vor Beginn des Praktikums habe ich mich sehr darauf gefreut, neue Erfahrungen zu sammeln und einen potenziellen Arbeitsplatz für die Zeit nach meinem Studium kennenzulernen.

Positiv in Erinnerung bleibt mir unter anderem der erste Tag, an dem mir sofort das Du angeboten wurde. „Das ist hier so üblich“, wurde mir wie selbstverständlich erklärt. So war schon der Einstieg in das Praktikum sehr angenehm und die Eingewöhnungsphase kurz.

In den nächsten Wochen durfte ich in die verschiedenen Bereiche der Firma hineinschnuppern und selbstständig mitarbeiten. Hauptsächlich war ich in der Technischen Dokumentation unter der Leitung von Johannes Dreikorn tätig, wo es vor allem um die Qualitätssicherung verschiedener Dokumente geht. Außerdem habe ich den Marketing-Bereich kennengelernt und half Markus Nickl, das neue Seminarprogramm zu planen. Es ist schön, dass man hier sogar als Praktikantin in laufende Projekte einbezogen wird und nicht nur kleine Dinge erledigen darf (obwohl Weihnachts-Basteln mit Caro Schneider auch super war ;) ).

Lustig und sehr angenehm war für mich auch, dass niemand weiter nachfragte, als ich meine Studienfächer Germanistik und Computerlinguistik nannte. Wenn ich von meinem Studium erzähle, bin ich normalerweise Fragen gewohnt wie „Was ist denn Computerlinguistik?“ und  „Was macht man später mal damit?“. Doch bei doctima tauchten derartige Fragen nie auf, weil hier viele vom gleichen Fach sind. Deshalb war ich ganz überrascht, dass man sich hier über Themen unterhält, die ich eigentlich nur aus der Uni kenne.

Die Zeit vergeht so schnell und ich kann es fast nicht glauben, dass das Praktikum schon fast vorbei ist. Ich durfte viele neue Erfahrungen sammeln und nette Menschen kennenlernen. Danke, liebes doctima-Team, für die tollen zwei Monate!

Auch wenn mich meine Zukunftspläne nach meinem jetzigen Studium vorerst in eine andere Richtung verschlagen, will ich es nicht ausschließen, später im Bereich der technischen Redaktion zu arbeiten. Und, wer weiß, vielleicht sitzen mir sogar die Mitglieder der doctima-Familie in ein paar Jahren als Kollegen gegenüber.

Danke für alles!

Eure
Janina Franz

Terminology: A Scenario

Imagine this.

You’re a mid-sized company that has discovered that yes, you do need terminology management and need to get a team on the task right away. Furthermore, your business has recently sprouted roots in China, requiring a comprehensive translation management application – one capable of handling any character system. Oh, and there’s one more thing: you’ve done research into some of the more elaborate solutions out there and there’s no way your company can shoulder the 5-digit sum it costs for a license. What to do?

TippyTerm: trim, yet effective

TippyTerm – a terminology and translation management application from SysKon – is trim with an eye towards fulfilling the requirements of medium-sized companies, i.e., those large enough to require terminology management, yet not large enough to cope with the expenses, resources and demands of larger, more complex terminology software. Its unicode-capability makes TippyTerm powerful enough to handle every extant language and writing system (important for companies in – or looking to enter – burgeoning Asian markets); at the same time, the application’s relative simplicity allows a small team of employees to effectively manage all of the company’s various relevant terminologies.

Can I create a terminology to suit my needs?

Every company already has all the terminology it needs residing in its business and technical documentation; it is only a matter of extracting, standardizing and incorporating the terms into a software database. In the case of TippyTerm, the first step is quickly accomplished by means of its TermExtract function. Simply run TermExtract on any Microsoft Word document or .txt file and all words occurring therein are automatically incorporated into the specified terminology. Inspect terms for irregularity/synonymy and delete/rename as required. That’s that.

Teamwork? No problem!

If your company is looking to set a team on the task of tackling the terminology question, TippyTerm presents itself as a viable solution. The database – stored on a server – can be accessed simultaneously by any number of team members,  meaning there’s no waiting in line to get work done. Moreover, since TippyTerm licenses are reasonably priced, your company can afford to purchase the number required for several team members.

Term limits

Although TippyTerm can be implemented for the automatic extraction of terminology, any such extractions must be supplemented with a close visual inspection by those responsible for terminology at your company. For example, TippyTerm cannot find/extract often-used phrases or word constellations; any such multi-word terms must be added to the list by hand. (TippyTerm does support entries up to 250 characters, though, so standardizing complete sentences/bullet points/etc., is certainly within reach.)

Furthermore, TippyTerm does not have “linguistic innards” (so to speak), i.e., the ability to automatically recognize grammatical and lexical features such as plural forms, irregular verb forms, conjugations/declinations, etc. Terminology team members must keep a sharp eye out for any such aspects in order to ensure proper standardization in subsequently checked documents.

The deciding factor in quality terminology management

One mustn’t forget that TippyTerm is what it is: a software tool, i.e., an instrument that has little use without a competent, knowledgeable user behind it. Whoever believes it’s possible to meet a company’s terminology management needs via the purchase of a software license is in for an unpleasant surprise. Correct procedures and usage are more important than software solutions. Proper development of the former can often be an arduous process. And (self-promotion ahoy!) it’s always good to work with an experienced and knowledgeable partner.

http://www.syskon.de/

http://www.syskon.de/index.php?TippyTerm

Richtig richtig – Reviewprozesse in der Technischen Dokumentation

Symbolbild "Korrekturen"

(c) kikashi, sxc.hu

Korrekturlesen ist beim Schreiben eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Tatsächlich gibt es dabei aber eine Menge mehr zu beachten, als ob die Kommas richtig sitzen und nirgends ein falscher Dativ in die Zeilen gerutscht ist.

Ich war deshalb sofort bereit, das Thema einmal genauer zu beleuchten, als die tekom mich gebeten hat, für das Themenheft “Qualitätssicherung” den Aspekt Lektorieren und Korrigieren unter die Lupe zu nehmen. Denn auch in der Technischen Dokumentation kommt es immer wieder zu Problemen bei der Korrekturphase. Natürlich, Korrekturen stehen am Ende des Redaktionsprozesses und dienen daher oft als Verfügungsmasse bei Terminschwierigkeiten. Oft sind Korrekturen auch nur mitgedacht und fallen im Ernstfall unter den Tisch.

Anderseits lassen sich mit einem sauberen Prozess, mit entsprechenden Hilfsmitteln und mit einem gut gewählten Lektoratsstandard durchaus Verbesserungen erzielen und dadurch zum Beispiel auch Haftungsrisiken senken. Wie das geht? Lesen Sie mehr dazu auf der tekom Homepage.

Kurz mal zu Besuch…

Dokumentation: Kurz und gut?Im Juli hatten wir Britta Görs mit einem Gastbeitrag bei uns im Blog. Nun war es Zeit für den Gegenbesuch. Das Schöne dabei: Ich konnte mitbringen, was ich wollte. Und so habe ich mich entschieden, einmal über ein Thema zu schreiben, das in der Technischen Dokumentation fast schon als Naturgesetz gilt: Texte sollen kurz sein. Aber ist das wirklich immer gut so? Lesen Sie mehr im Blog von Britta Görs.