Technische Dokumentation und Schulungen

Seminare

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Technische Dokumentation und Schulungen haben auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun. Technische Redakteure sind meist Teil des Entwicklungsteams, Schulungen eher im Support angesiedelt; Redakteure schreiben, Trainer reden; Schulungen werden verkauft, Handbücher mitgeliefert – die Liste der Unterschiede lässt sich fast beliebig fortführen.

Zwei Seiten derselben Medaille

Tatsächlich sind aber Technische Dokumentation und Schulung zwei Seiten einer Medaille. Denn sie bearbeiten beide dieselbe Aufgabe: dem Kunden das Produkt verfügbar zu machen. Was im ersten Moment als Gegensätze erscheint, erweist sich bei genauerem Hinsehen als Ergänzung. Und tatsächlich kann man feststellen, dass sich Technische Dokumentation und Schulung in den letzten Jahren aufeinander zu entwickelt haben:

  • Immer mehr Unternehmen erstellen ausführliche Schulungsunterlagen, die mehr sind als nur ein gehefteter Ausdruck der Folienpräsentation.
  • Dokumentation wird zunehmend dialogischer: Mobile Dokumente, Expertensysteme, Wissensplattformen sind zur Zeit heiße Themen in der Technischen Kommunikation.
  • Seminaranbieter setzen immer öfter auf verschriftlichte Trainings: e-Learning und m-Learning sind weitgehend textbasiert und nähern sich dadurch wieder den Texten der Dokumentationsabteilung an.

Zeit also, sich einmal näher mit den neuesten Trends im Seminar- und Trainingsbereich zu beschäftigen. Und da tut sich derzeit so manches: z. B. flipped classrooms, Barcamps oder MOOCs, um nur einige der aktuellen Trends zu nennen. Mit meinem Beitrag „Lernen ohne Agenda“ in der technische kommunikation (Heft 3/2014) habe ich mich einmal näher mit dem Thema beschäftigt. Auf Deutsch ist der Artikel nur für tekom-Mitglieder kostenlos; mittlerweile ist er aber ins Englische übersetzt und bei tcworld.info kostenlos nachlesbar.

Schulung und Dokumentation – Hand in Hand?

Wie ist es bei Ihnen? Tauschen Sie sich mit der Schulungsabteilung aus? Entwickeln Sie gemeinsame Informationsprodukte? Oder sind die Berührungspunkte im Unternehmensalltag vielleicht doch seltener, als ich das so vermute? Ich bin gespannt auf Ihre Kommentare.

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