Auf der Suche nach der richtigen Suche

Information ist in der heutigen Zeit leicht zugänglich und im Überfluss vorhanden. Ohne Suchfunktionen wären wir bei der Bewältigung eines Informationspools wie z. B. dem Internet aufgeschmissen.

Auch für viele Anwendungen in der Technischen Dokumentation bieten sich Suchfunktionen an. In einer Doku-App auf dem Smartphone oder bei einer eingebetteten Maschinenhilfe, die man über einen Touchscreen bedient, nimmt eine Suche dem Nutzer die Arbeit ab, Navigationsstrukturen oder große Dokumente durchforsten zu müssen, um die gewünschte Informationen zu finden. Auch in der Desktopwelt sind einfache Suchfunktionen oft vorhanden, denkt man an PDF-Dokumente, HTMLHelp oder HTML-basierte Handbücher. Diese lassen aber häufig in ihrer Funktionalität zu wünschen übrig.

Grund genug für uns sich auch hier im Blog mit diesem wichtigen Thema zu beschäftigen. In diesem Artikel geht es um die Suche allgemein. In zwei kommenden Artikeln werde ich mich mit dem Such-Index (Was ist das eigentlich, was nützt er, wie kann und sollte er aussehen?) und der Suche auf mobilen Geräten befassen (Was ist wichtig, welche Einschränkungen gibt es, wie kann sie aussehen?). Los geht’s!

Die Basis-Variante

Reicht die einfache, meist vorhandene Suche eigentlich nicht aus? Eine Volltextsuche ist oft die Lösung erster Wahl, da sie oft entweder schon als eingebautes Feature vorhanden ist (wie bei vielen PDF-Readern) oder als günstige Erweiterung implementiert werden kann (z.B. bei HTML-Handbüchern oder Doku-Apps).

Volltextsuchen durchsuchen den gesamten Content zeichengenau nach dem eingegebenen Suchbegriff. Das hat aber auch Nachteile: Sie sind oft fehleranfällig, da Schreibvarianten des Suchbegriffs nicht gefunden werden können. Und sie sind meist langsam, da alle Inhalte gescannt werden müssen. Die Performanceeinbußen wirken sich auf mobilen oder eingebetteten Geräten mit ihren stromsparenden Prozessoren besonders stark aus.

So finden Sie (es) besser

Eine wirklich gute Suche muss maßgeschneidert für die Zielgeräte entwickelt werden und versucht dabei, die folgenden Punkte so gut wie möglich zu berücksichtigen:

  • Ergonomie: Die Suchfunktion muss leicht zu finden und einfach in der grundlegenden Bedienung sein. Ein Such-Index bringt Schnelligkeit und die Möglichkeit, Varianten von Begriffen zu finden. Nach einer bequemen Eingabe sollen Ergebnisse klar und übersichtlich angezeigt werden. Hierbei kann die Einblendung von Suchvorschlägen oder zuletzt eingegebenen Anfragen sowie die das Speichern von Suchanfragen helfen.
  • Fortgeschrittene Verwendung: Komplexere Suchanfragen können durch Suchoperatoren auf Basis einer Booleschen Logik möglich gemacht werden (z.B. „Finde Begriff A und Begriff B, aber nie Begriff C auf einer Seite“). Auch eine wörtliche Suche kann als Option sinnvoll sein. Soll nach stark kategorisierten Daten wie technischen Produkten gesucht werden, bietet sich eine Facettensuche an, bei der der Nutzer via Auswahl einzelner Spezifikationen nach bestimmten Produktgruppen suchen kann.
  • Ergebnisfilter: Bei längeren Ergebnislisten sollen weniger relevante Einträge ausgeblendet werden können. Je nachdem welche Metadaten der Content hergibt – z.B. das Erstellungsdatum oder eine Kategorie – kann nach diesen Aspekten gefiltert werden.
  • Offlinefähigkeit: Falls sich der Suchmechanismus auf Daten eines Index-Servers stützt oder der Content der Anwendung ständig übers Netz aktualisiert wird, soll dennoch gewährleistet sein, dass der Benutzer auch ohne Internetverbindung suchen kann. Das ist besonders wichtig bei mobilen Anwendungen.
  • UX: Ist die Suche auf die Nutzer-Zielgruppe abgestimmt? Die Technischen Möglichkeiten müssen in einer konkreten Lösung so aufeinander abgestimmt werden, dass der Nutzer die Suchfunktion gerne verwendet, im besten Fall sie sogar Spaß macht.

Was finden wir an Suchen gut?

In allen Szenarien, in denen man ernsthaft und effizient mit der Suche arbeiten möchte, reicht eine einfache Volltextsuche eher nicht aus. Moderne Suchen verwenden einen geeigneten Such-Index, um schneller und robuster zu sein. Ein großes Plus für den Bedienkomfort ist die Einblendung vor Suchvorschlägen.

Weitere Details aus oben genannten Punkten sind abhängig vom Anwendungsszenario: Während für die Suche in einer mobilen App eine maximal komfortable Eingabe wichtig ist, punktet die Suche in der Desktopanwendung mit ausgefeilten Filtermöglichkeiten. Somit sind gute Suchen fast immer Individualentwicklungen, die dadurch sehr viele Wünsche erfüllen kann, die bei der Arbeit mit dem jeweiligen Content entstehen.

Welche Erfahrungen haben Sie zum Thema Suche gemacht? Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

 

 

 

 

 

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