Karriere in der Technischen Redaktion: Von der Uni ins Berufsleben

Karriere Technische RedaktionVor ein paar Wochen haben wir hier im Blog darüber geschrieben, worauf Bewerber achten sollten, wenn sie sich in Technischen Redaktionen – speziell hier bei doctima – bewerben wollen. Heute kommen diejenigen zu Wort, die die Bewerbungsphase schon eine Weile hinter sich haben: Ulrike, Maria und Lisa haben alle an der Hochschule Merseburg studiert und sind seit ein paar Jahren bzw. Monaten im Team doctima als Technische Redakteurinnen mit ganz unterschiedlichen Aufgaben. Sie erzählen, was sie konkret machen und wie der Einstieg ins Berufsleben als Technischer Redakteur so lief. Weiterlesen

Unsere Tipps für Deine Bewerbung bei doctima

Karriere in der Technischen Dokumentation: unsere Bewerbungstipps für Technische Redakteure und SoftwareentwicklerTechnische Dokumentation ist und bleibt ein Zukunftsmarkt. Mobile Dokumentation und Industrie 4.0 eröffnen ganz neue Aufgabenbereiche und die Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern in Betrieben und Agenturen ist groß – auch bei uns!

Doch worauf müssen Bewerber achten, wenn Sie eine Karriere in der Technischen Dokumentation anstreben? Wie läuft eine Bewerbung als Technischer Redakteur oder Softwareentwickler bei uns ab und wie läuft der Einstieg ins Berufsleben? Darum geht es in diesem und folgenden Blogbeiträgen. Weiterlesen

Zehn Dinge, die ein Technischer Redakteur können sollte

Zehn_Dinge bearbeitetSie sind technischer Redakteur oder interessieren sich zumindest für technische Redaktion? Vermutlich schon, denn sonst wären Sie nicht hier. Gut für Sie. Technische Dokumentation gewinnt nämlich an Bedeutung. Hochwertige Dokumentation ist ein Qualitätsmerkmal, mit dem sich Unternehmen profilieren können. Technische Redakteure sind also gefragt. Grund genug, einmal genauer hinzusehen, was so ein technischer Redakteur eigentlich können sollte. Wir haben dazu verschiedene Blickwinkel (mit verschiedenen Erwartungen) auf den technischen Redakteur untersucht. Denn wir wollten wissen: Was denken Berufsanfänger? Wie sieht das offizielle Berufsbild aus? Und wonach suchen Unternehmen tatsächlich?

Was denken Jungredakteure, dass sie können sollten?

Nehmen wir einmal die Perspektive von Berufseinsteigern ein. Gerade angehende technische Redakteure sind noch unbeschriebene Blätter und nicht durch ihre Berufserfahrungen beeinflusst. Stellvertretend für diese Gruppe haben Theo Helmberger und ich uns Gedanken gemacht, welche Kompetenzen wir für wichtig halten. Danach haben wir unsere Gedanken zu dieser Übersicht eingedampft:

Priorität Fähigkeit
1 Selbständiges Arbeiten
2 Sicheres Deutsch
3 Teamfähigkeit
4 Grundlegendes technisches Verständnis
5 Komplexere Sachverhalte einfach darstellen
6 Ausbildung / Studium / Zertifikat
7 Freude am Schreiben
8 Kenntnisse über Standards
9 Didaktische Fähigkeiten
10 Grundkenntnisse der Redaktionssysteme

Aus unserer Sicht müsste selbständiges Arbeiten, sicheres Deutsch und Teamfähigkeit bei technischen Redakteuren hoch im Kurs stehen. Allerdings haben wir als Berufsanfänger bisher nur kleinere, unabhängig arbeitende Redaktionen kennengelernt.

Außerdem sind angehende wie erfahrene technische Redakteure dafür da, dem Auftraggeber Schreibarbeit abzunehmen. Dazu ist ein gewisses Maß an Selbständigkeit nötig. Denn die Probleme sind nur verlagert, wenn sich der Auftraggeber statt mit der Dokumentation mit externen technischen Redakteuren herumschlagen muss.

Was denkt der Fachverband, dass Technikredakteure können sollten?

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Fachverband der technischen Redakteure: tekom.

Werfen wir einen Blick nach oben. Die tekom als der Fachverband der technischen Redakteure hat ein ausführliches Berufsbild dazu entwickelt, was einen technischen Redakteur ausmacht. Wir haben das hier einmal zusammengefasst:

Fähigkeit
Kennt juristische und normative Anforderungen
kennt Prozesse und Methoden der Informationsentwicklung
kann professionell zielgruppenorientiert schreiben
kann optisch ansprechend gestalten und layouten
kann Illustrationen und bildhafte Darstellungen erstellen
hat sprachliche Kompetenz und Fremdsprachenkenntnisse, insbesondere Englisch
hat Software-, EDV-Kompetenzen
hat interpersonelle Kommunikationskompetenz
hat einen präzisen, sorgfältigen Arbeitsstil
hat Zeitmanagement-Skills

 

Beim Vergleich der Vorstellungen des Fachverbands mit den Vorstellungen der Einsteiger fällt etwas auf. Erlernbare Fähigkeiten, die für die tekom wichtig sind, werden auch von Einsteigern als wichtig erachtet. Davon haben die Berufsanfänger vielleicht schon gehört oder in Praktika Nutzen gehabt. Mit einigen Kompetenzen, die die tekom von fertigen Redakteuren erwartet, haben Berufsanfänger aber noch nichts zu tun. Wohl deshalb werden von der tekom genannte Fähigkeiten wie Zeit- und Prozessmanagement von Einsteigern noch nicht als wichtig erachtet.

Und was erwartet der Arbeitsmarkt tatsächlich von einem Technikredakteur?

Arbeitsplatz

Für Berufsanfänger wichtig: Erwartungen am Arbeitsplatz.

Ein Merkmal von Berufsanfängern ist, dass sie irgendwann mit ihrem Beruf anfangen wollen. Daraus folgt ein Interesse für das, was potenzielle Arbeitgeber von technischen Redakteuren erwarten. Das hat uns auch interessiert und wir haben uns im Stellenmarkt nach den Anforderungen der Arbeitgeber umgesehen. Die Anforderungen haben wir gruppiert und statistisch ausgewertet. Die Essenz aus über 50 Stellenanzeigen ist ein eindeutiges Bild:

Priorität Fähigkeit
1 Technisches Verständnis
2 Sicheres Englisch
3 Erfahrung in der zu dokumentierenden Branche
4 Studium
5 Teamfähigkeit
6 Kommunikationsfähigkeit
7 Selbständigkeit
8 Ausbildung
9 Sicheres Deutsch
10 Erfahrung mit CMS

Technisches Verständnis und Branchenerfahrung sind gefragter als Team- und Kommunikationsfähigkeit. Anscheinend legen Unternehmen mehr Wert auf fachliche als auf soziale Kompetenzen. Kurioserweise wird sicheres Englisch als wichtiger als sicheres Deutsch eingeschätzt. Während die tekom allgemein von Sprachkompetenz spricht, haben Berufsanfänger vor allem das sichere Deutsch im Blick. In Deutschland sind mehrere große internationale Unternehmen tätig. Auch mit Sitz in Deutschland schreiben diese häufig ihre Dokumentation zunächst auf Englisch. Für diese Unternehmen bringt der ideale technische Redakteur deshalb Englischkenntnisse mit. Für Unternehmen, Einsteiger und tekom gleichermaßen wichtig ist, dass die Handwerkszeuge ordentlich beherrscht werden.

Kleinste gemeinsame Nenner

Vergleichen wir die Vorstellungen von Einsteigern, tekom und dem Arbeitsmarkt über das, was einen technischen Redakteur ausmacht. Es gibt drei erkennbare Kompetenzen, die von allen für so wichtig gehalten wurden, dass sie Erwähnung fanden.

Selbständiger Arbeitsstil

Zum perfekten technischen Redakteur gehört ein selbständiger Arbeitsstil. Die tekom wird noch etwas präziser. Zum selbständigen Arbeiten muss man sich die Zeit einteilen können und sorgfältig arbeiten.

Sprachliche Kompetenz

Deutsch sollte der technische Redakteur beherrschen. Englisch wird nur von Einsteigern nicht genannt. Das liegt vielleicht daran, dass Einsteiger nur selten mit englischsprachiger Dokumentation in Berührung kommen. Manchmal treiben es Unternehmen noch weiter und wünschen sich Sprachen wie Französisch, Italienisch oder Spanisch.

Beherrschte Handwerkszeuge

Unternehmen wie Anfänger denken, dass technische Redakteure zumindest erste Erfahrungen mit Content-Management- oder Redaktionssystemen haben sollten. Die tekom gibt sich damit nicht zufrieden. Nach ihren Vorstellungen sollten technische Redakteure auch kompetent im Umgang mit anderer Software sein.

Diese drei Kompetenzen sollte jeder technische Redakteur mitbringen. Daneben gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Kompetenzen, die den idealen technischen Redakteur ausmachen. Welche das sind, das hängt vom Blickwinkel ab. Je nachdem, aus welcher Ecke man auf den technischen Redakteur schaut, ändert sich sein Profil. Und welche Fähigkeiten sind aus ihrem Blickwinkel besonders wichtig? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

5 Gründe, warum du Technischer Redakteur werden musst

Technische Redaktion – ein Sammelbecken für Quereinsteiger. Zunehmend gibt es aber auch Leute, die den geraden Weg gehen; bei mir zum Beispiel mit einem Masterstudium an der Hochschule Merseburg. Deshalb dachte ich mir, ich wende mich heute mal an alle, die sich fragen, ob Technische Redaktion für sie das Richtige ist, und versuche mich an der Berufsberatung.

1. Du bist diejenige, die immer sagt „Hast du mal in die Anleitung geschaut?“

Wenn jemand in deinem Umfeld seine neueste technische Errungenschaft nicht versteht. Denn du weißt: Die Anleitung wurde schließlich nicht umsonst geschrieben. Und meist löst sie das Problem besser als irgendwelche Internettipps.

Und wo wir schon dabei sind: Du bist auch diejenige, die jede Anleitung aufhebt, sich die guten heraussucht und die schlechten heimlich korrigiert – oder wenigstens darüber ablästert.

Und darüber hinaus heißt es nach deiner Meinung …

2. … „Studieren geht über Probieren“

Klar, ein wenig Risiko macht auch mal Spaß. Die Bohrmaschine kann man bestimmt auch mal benutzen, um das neue Tapetenweiß anzurühren… Aber Sicherheitshinweise zum Beispiel werden ja nicht zum Spaß angebracht, wie man im Studium lernt. Sie sind eine Wissenschaft für sich und gar nicht so einfach zu erstellen. Und auch vieles andere erledigt sich nicht „mit einer flotten Schreibe“, sondern ist solides Handwerk.

3. Du suchst gern die Nadel in der Suppe

Äh. Das Haar im Wald. Beziehungsweise das Salz im Heuhaufen. Ach das gibt’s doch nicht!

Was ich damit sagen will: Du liebst Sprache. Und du kannst richtig ungemütlich werden, wenn ebendiese misshandelt wird. Das kommt dir zugute, wenn du Texte zu Immobilienfonds oder Werkzeugmaschinen lektorierst. Wo es unverständlich wird, greifst du ein und klärst mit den Entwicklern die Stellen, die überarbeitet werden sollten.

Und jetzt zu den weniger offensichtlichen Dingen…

4. Du magst Listen….

a) Alphabetische Listen
1. Nummerierte Listen
• Listen mit Punkten und
√ ganz besonders die mit Häkchen!

Und zu Recht. Listen sind die Helden des Alltags, auch in der Technischen Redaktion. Genauso wie man zu Hause aufräumt, wenn man sonst im Chaos versinkt. Listen strukturieren Projekte, Aufgaben, Kriterien usw. Und sie können ganz subtil sogar für eine funktionierende Qualitätssicherung sorgen.

5. Du brauchst Abwechslung

Im Büro, auf dem Schreibtisch, auf deinem Monitor.

Und die bekommst du, das garantiere ich dir. So viel Abwechslung wurde dir das letzte Mal mit sechs Jahren im Bällebad bei IKEA geboten. An einem Tag erklärst du Steuersoftware, am nächsten die Funktionsweise einer Pumpe oder eines Panzers. Und du findest diese ganzen unbekannten Fachbegriffe, Funktionen und Zusammenhänge jedes Mal aufs Neue spannend. Außerdem kann dich irgendwann keiner mehr auf dem Gebiet Allgemeinwissen schlagen. Jauch kann einpacken.

Du willst noch mehr Gründe?

Mir fallen noch viele Punkte ein, die hier folgen könnten. Zum Beispiel, dass du gerne über den engen Tellerrand der eigenen Abteilung hinausblickst. Denn Technische Dokumentation ist eine echte Querschnittsaufgabe, bei der man mit allen möglichen Bereichen im Unternehmen in Kontakt kommt.

Letzten Endes kann man nur in der praktischen Arbeit sehen, was einem am meisten Spaß macht. Für mich ist es die Kombination von Sprache, Technik, Anwenderorientierung und vor allem, Projektziele gemeinsam mit einem Team zu erreichen. Ich jedenfalls fühle mich als Technische Redakteurin pudelwohl.

Hilfe, die Praktikanten sind da!

Korbinian Geiger (23, Bild links) und Korbinian+TheoTheo Helmberger (28, Bild rechts) unterstützen zurzeit als Praktikanten seit dem ersten Oktober respektive zweiten November die technische Redaktion im unserem Haus. Wir haben sie gebeten, kurz über ihr Praktikum zu berichten.

Wie seid ihr zu uns gekommen?

Korbinian: Ich studiere technische Redaktion und Kommunikation im fünften Semester an der Fachhochschule München. Das fünfte Semester ist wie bei vielen Studiengängen an der Fachhochschule ein Praxissemester. Die große Aufgabe des letzten Semesters vor den Sommerferien (in denen erfahrungsgemäß für das Studium wenig bis nichts passiert) war also, einen Praktikumsplatz zu finden. Mein erster Weg führte mich zu den Stellenanzeigen – in der Hoffnung, dort fündig zu werden. Die Hoffnung erfüllte sich und unter den Unternehmen kam mir ein Name bekannt vor: doctima. Den habe ich doch schon mal gehört. So war es auch – in meinem Studium bin ich während der Recherchen zu einer Präsentation auf diesen Blogbeitrag über die Bedeutung von Zielgruppen gestoßen. Deshalb habe ich mich entschieden, mein Praktikum bei doctima zu machen.

Theo: Im Gegensatz dazu bin ich Quereinsteiger im Bereich Technische Redaktion. Nach meinem Magisterabschluss in Japanologie letztes Jahr war ich auf der Suche nach einem für mich passenden Beruf. Trotz vieler Ideen und Empfehlungen (wie dem Klassiker „Irgendwas mit Japan“) entschied ich letztendlich, dass es mit „Dinge erklären“ zu tun haben sollte. Ich liebe es Dinge/Konzepte/Sachverhalte zu erklären. Von einem früheren Treffen mit Katrin Thurnhofer erinnerte ich an ihre Firma, die mit – genau passend – „irgendetwas mit Sachen erklären“ zu tun hat. Also habe ich zum Hörer gegriffen und mir erst einmal erklären lassen, was es denn mit dieser Technischen Dokumentation auf sich hat. Zu Zeit meiner Anfrage war Korbinian gerade in einem auswärtigen Kundenprojekt beschäftigt und die Redaktion gleichzeitig mit Arbeit überlastet, aber eben de-facto ohne Praktikant. Daher hat es sich für beide Seiten angeboten, dass ich an meine telefonische Kurzeinführung ein Praktikum anschließe.

Was macht ihr bei uns? Welche Aufgaben habt ihr?

Theo:  Durch mein fehlendes Wissen über Technische Redaktion und den Zeitdruck zu Beginn meines Praktikums bedingt, bestanden meine Aufgaben in den ersten Wochen hauptsächlich aus Korrekturlesen. Trotz meiner Vorkenntnisse als Geisteswissenschaftler habe ich dabei jedoch noch einiges über das Thema Lektorat gelernt. Erst nach der Lastspitze war dann Zeit für eine Einarbeitung in ST4, Content-Management und ähnliche Gegenstände der Technischen Redaktion. Die Contentpflege eines überarbeiteten maschinenübergreifenden Bedienungskapitels – ein Großprojekt das selbst nach 2 Jahren noch nicht abgeschlossen ist – ist zum Beispiel größtenteils meine Aufgabe. Zusätzlich habe ich zudem bei der Vorbereitung für die Tekom-Jahrestagung und der Weihnachtsaktionen mitgeholfen.

Korbinian: Bei mir Verschiedenes. Anfangs waren die Arbeiten die üblichen Verdächtigen wie Formulare kopieren, Bibliotheksverwaltung, Recherchearbeiten und unkritischen Kleinkram. Theo hat bereits die Arbeit beim Kunden erwähnt, der mit den Inhalten seiner sehr umfangreichen Internetseite umgezogen ist. Nach meiner Rückkehr sind es aber hauptsächlich Arbeiten aus dem Bereich der technischen Dokumentation. Dazu gehören die Nachformatierung von maschinell produzierten Dokumenten, Lektorate und Transfer von Fremddokumentation.

Wie lange musstet ihr euch einarbeiten?

Theo: Nach etwa einer Woche war ich größtenteils akklimatisiert. Was die Aufgaben angeht, so konnte ich vom ersten Tag an mithelfen. Die Kollegen hier sind sehr gut darin die Aufgaben so aufzuteilen und benötigtes Wissen mitzuliefern, dass für jedes Level an Vorkenntnissen etwas dabei ist. Allerdings gab es auch nach 4 Monaten noch neue Sachen zu lernen, wenn eine neue Aufgabe anstand. Dadurch dass man als Praktikant zwischen Projekten wechselt, ist immer irgendetwas anders.

Korbinian: Es vergingen drei bis vier Tage, bis ich einzelne einfache Aufgaben ohne Nachfragen bearbeiten konnte. Als Frischling musste ich mich zuerst in der Netzwerkumgebung und in den internen Wissenspoolen zurechtfinden. Aber bevor ich davon irgendetwas sehen konnte, hat sich Johannes Dreikorn die Zeit genommen und mit mir zusammen die Arbeitsumgebung eingerichtet. Einige Fragen haben sich dann nach einem Blick in den internen Wissenspool geklärt, für manche Dinge muss ich aber immer noch nachfragen, zum Beispiel dann, wenn es um projektspezifische Corporate Designs oder ähnliches geht. Inzwischen läuft die Beseitigung von Unklarheiten aber nebenher, sodass ich mich auf die Arbeit konzentrieren und dabei noch Spaß haben kann.

Macht euch die Arbeit hier eigentlich auch Spaß?

Korbinian: Hier kann sich jeder seine Zeit frei einteilen. Wir arbeiten in Gleitzeit. Natürlich gibt es eine ungefähre Terminplanung, aber jeder entscheidet selbst, wann was bearbeitet wird und wann Pause ist. Es gibt immer was zu tun, man sitzt nie seine Zeit ab. Meistens steht irgendeine Recherchearbeit an, die nicht zeitkritisch ist und im Hintergrund läuft. Abgesehen von der Arbeit ist niemand, den ich bisher kennengelernt habe (und das sind nach vier Monaten doch einige), unfreundlich. Das „Du“ ist hier das Normalste der Welt. Als technische Redaktion ist die doctima auch ein Hort für Leute, die etwa auf der gleichen Wellenlänge sind und so kommt es, dass sich die Gespräche nicht immer um Verben, Texte und Dokumentation drehen, sondern auch mal um die neuesten Filme, Spiele oder Serien. Nicht zu vergessen der ‚Leberkas-Express‘. Falls jemand mittags zum Bäcker oder Metzger fährt, dann wird vorher rumgefragt, ob noch jemand etwas haben will.

Theo: Das stimmt, die Gleitzeit trägt maßgeblich dazu bei. Ansonsten würde ich neben der interessanten und erfüllenden Arbeit auch die Büroräume und das allgemeine Arbeitsklima anmerken. In einem hellen, offenen Büro wie diesem ist es nicht schwer sich wohl zufühlen und die gut ausgestattete Küche trägt ihr Übriges dazu bei. Frotzeleien zwischen IT und Redaktion (Ja, liebe IT, ich esse nunmal langsam!) oder nachmittägliche Blödeleien sorgen zusätzlich für eine lockere Atmosphäre.

Wie ist für euch unsere räumliche Erreichbarkeit?

Korbinian: Die doctima liegt etwas außerhalb der Stadt in einem neu angelegten Industriegebiet. Es kommt also auch frische Luft rein, wenn das Fenster geöffnet wird. Mit dem Bus bräuchte ich etwa eine halbe Stunde von der Innenstadt bis zur doctima. Meistens fahre ich aber mit dem Fahrrad. Der Weg zur doctima führt über Fahrradwege oder ruhige Straßen und ist mit fünf Kilometern nicht übermäßig lang. Sehr wichtig: Obwohl die doctima etwas außerhalb liegt, gibt es für den Hunger zwischendurch in vier Fahrradminuten einen Rewe mit Bäcker und Döner und in fünf Fußminuten die gute Kantine des Fraunhofer-Instituts.

Theo: Für mich verhält es sich ähnlich, da ich auch mit dem Fahrrad komme. Daher finde ich es auch sehr gut dass man Fahrräder im Haus abstellen kann. Der Rewe liegt zudem direkt auf meinem Heimweg und ist somit sehr praktisch wenn man erst um halb acht Uhr abends aus dem Büro kommt (was ich Langschläfer gerne tue).

Was könnt ihr aus eurer Zeit bei uns mitnehmen?

Theo: Mein hauptsächlicher Wissensgewinn erstreckt sich auf die Grundlagen der Technischen Redaktion (Was ist Sinn und Zweck/Ziel der TR und wie wird dieses erreicht) und die Erkenntnis, dass ich in diesem Beruf arbeiten möchte. Darauf aufbauend habe ich die verschiedenen Möglichkeiten in den Beruf einzusteigen gelernt (Studium, berufsbegleitende externe Weiterbildung, Weiterbildung in Vollzeit, berufsbegleitendes Studium, Ausbildung, Tekom-Volontariat). Zudem hat mir meine Zeit hier gezeigt, wie wertvoll nicht TR-bezogenes Wissen sein kann: Der „andere Blickwinkel“ ist nicht zu unterschätzen. Darüber hinaus weiß ich jetzt mehr über die Struktur von Anleitungen und Arbeitsabläufen, Grundlagen in InDesign und Photoshop sowie XML und ST4.

Korbinian: Mir als Student im Praxissemester war natürlich wichtig, das Gelernte auch praktisch anzuwenden. Was ich im Studium über Word, InDesign, Terminologie und allgemein über Content-Management-Systeme gelernt habe, das hat sich in der Praxis als nützlich herausgestellt. Was ich im Studium nicht gelernt habe, das ist der tägliche Arbeitsablauf eines Redakteurs. Zur Redaktion gehört eben nicht nur Schreiben, sondern auch Zeitmanagement, Verwaltung und der Informationsaustausch mit anderen Redakteuren und mit Kunden. Mitgenommen als allgemeine Weisheit habe ich, dass Verbesserungsvorschläge auch von Praktikanten durchaus erwünscht sind und man keine Scheu haben sollte, sich einzubringen.

Wir möchten am Schluss noch für die tolle Zeit in eurer Firma danken! Hoffentlich ist unser Abschied keiner für immer.

Tagebuch des Linguistik-Studenten – Teil 3: Waidmanns Heul mit LanguageTool

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Es gibt auch Zeiten, da wir Studenten mal nicht an einem druckfrischen Bücherregal in spe verzweifeln, gekauft im skandinavischen Möbelhaus unseres Vertrauens. Dann machen wir uns Gedanken über die wirklich spannenden Dinge des Lebens – z.B. Textverstehen.

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Daniel Riess -Tagebuchautor und Linguist

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Mit diesem Post starten wir ein neues Projekt im doctima-Blog. Daniel Riess, Linguist und Werkstudent bei doctima wird uns gelegentlich einen Blick in sein Tagebuch erlauben. Und dem vertraut er seine Beobachtungen zu Linguistik und Sprach-Software an.

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Liebes Tagebuch, bitte friss mich nicht. Ich weiß, du wurdest lange nicht aufgeschlagen und hast dich gelangweilt – doch das hat jetzt ein Ende.

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6 Tipps für Quereinsteiger in die Technische Dokumentation

(c) Zsuzsanna Kilian via sxc.huIn regelmäßigen Abständen werde ich von Hochschulen gebeten, „doch einmal aus meinem Berufsfeld zu berichten“. Das sei doch interessant, wie ich – als Quereinsteiger…

Und tatsächlich ist Technische Dokumentation ein Beruf, in dem es Quereinsteiger noch immer vergleichsweise leicht haben. Und das, obwohl es mittlerweile etliche spezialisierte Studiengänge zu dem Fach gibt. Wobei die Frage natürlich auch ist, was eigentlich ein Quereinsteiger in unserem Fach ist. Von einem Kollegen mit Ingenieurs-Hintergrund wurde ich einmal gefragt, wie ich das denn so geschafft hätte als Quereinsteiger in der Dokumentation, so ganz ohne Technik-Kenntnisse? Meine Antwort hat ihn wohl ein wenig verblüfft: Weiterlesen

Aus dem Nähkästchen geplaudert

Janina FranzNach dem Sommersemester 2012 durfte ich begleitend zu meinem Studienfach Computerlinguistik ein Praktikum bei der doctima GmbH in Fürth absolvieren. Hier ein Einblick in meine zweimonatige Praktikumszeit:

Schon vor Beginn des Praktikums habe ich mich sehr darauf gefreut, neue Erfahrungen zu sammeln und einen potenziellen Arbeitsplatz für die Zeit nach meinem Studium kennenzulernen.

Positiv in Erinnerung bleibt mir unter anderem der erste Tag, an dem mir sofort das Du angeboten wurde. „Das ist hier so üblich“, wurde mir wie selbstverständlich erklärt. So war schon der Einstieg in das Praktikum sehr angenehm und die Eingewöhnungsphase kurz.

In den nächsten Wochen durfte ich in die verschiedenen Bereiche der Firma hineinschnuppern und selbstständig mitarbeiten. Hauptsächlich war ich in der Technischen Dokumentation unter der Leitung von Johannes Dreikorn tätig, wo es vor allem um Weiterlesen