SCHEMA ST4 im Einsatz: Von der Ein-Personen-Redaktion bis zu dreistelligen Anwenderzahlen

Schema ST4 Website auf Laptop-MonitorWir sagen herzlich willkommen im neuen Jahr! Vielleicht steht ja auch bei Ihnen für 2019 ein Content-Management-System auf dem Wunschzettel. Oder Sie wollen Ihr bestehendes CMS erweitern, fine-tunen oder fit machen für die Bedürfnisse von Industrie/Information 4.0 und Digitalisierung.

Wenn Sie uns von doctima schon ein bisschen kennen, wissen Sie, dass Content-Management für uns und unsere Kunden ein ganz zentrales Thema ist. Sehr häufig empfehlen wir für entsprechend spezialisierte Redaktionsprozesse das Redaktionssystem SCHEMA ST4.
Was Sie mit SCHEMA ST4 erreichen können und in welcher Bandbreite unsere Kunden dieses High-End-System einsetzen, das möchte ich Ihnen im Post heute kurz vorstellen. Weiterlesen

Routenplaner zur Technischen Redaktion: Wie wird man Technischer Redakteur?

wie wird man Technischer Redakteur?Technische Dokumentation ist ein Feld, das viele nicht kennen, und dennoch führen so viele Wege dahin. Auch ist es ein sehr weites Feld, von dem aus man noch weitere interessante und eher unbekannte Gebiete entdecken kann. Kurzum: Die Technische Dokumentation umfasst viele verschiedene Aufgabenbereiche und bietet unterschiedliche Möglichkeiten für einen Berufseinstieg. Weiterlesen

Wie viel kostet die Migration von Daten und Dokumenten?

Die Überführung von Print-orientierten Dokumenten in ein Content-Management-System haben wir im letzten Blogbeitrag beleuchtet. Dabei war auch die Sprache davon, wie intensiv und fordernd diese Migration sein kann – wir nannten den Artikel darum auch „Feindliche Übernahme“. So verschieden das Ausgangsmaterial ist und so verschieden die Anforderungen an Zielformat und Zielqualität sind, so unterschiedlich ist auch der Weg, der bei einer Content-Migration eingeschlagen werden kann. Ganz praktisch stellen sich aber viele Unternehmen die Frage: Wie plane und kalkuliere ich denn so ein Migrationsprojekt? Weiterlesen

Karriere in der Technischen Redaktion: Von der Uni ins Berufsleben

Karriere Technische RedaktionVor ein paar Wochen haben wir hier im Blog darüber geschrieben, worauf Bewerber achten sollten, wenn sie sich in Technischen Redaktionen – speziell hier bei doctima – bewerben wollen. Heute kommen diejenigen zu Wort, die die Bewerbungsphase schon eine Weile hinter sich haben: Ulrike, Maria und Lisa haben alle an der Hochschule Merseburg studiert und sind seit ein paar Jahren bzw. Monaten im Team doctima als Technische Redakteurinnen mit ganz unterschiedlichen Aufgaben. Sie erzählen, was sie konkret machen und wie der Einstieg ins Berufsleben als Technischer Redakteur so lief. Weiterlesen

tekom 2017, die Doku-Branche zu Besuch in Stuttgart

Vier Wochen ist es her, dass wir auf der tekom-Jahrestagung 2017 waren. Viel ist seitdem passiert, wir sind schon voll im konkreten Austausch mit Kontakten von der Tagung. Dazu beigetragen hat sicherlich unser iiRDS-Szenario mit unserem Roboterarm. Einerseits Eyecatcher, andererseits die anschauliche Darstellung, wie automatisierte Prozesse und Informationsflüsse in Unternehmen heutzutage ablaufen. Weiterlesen

tekom 2016 – doctima mitten dabei

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tekom-Jahrestagung in der Messe Stuttgart (c) doctima

Der Herbst steht an, und wie jedes Jahr mit ihm die tekom-Jahrestagung. Zum dritten Mal nun in Stuttgart. Wir von doctima freuen uns wieder einmal sehr, vor Ort zu sein. Von Dienstag, 08.11.2016 bis Donnerstag, 10.11.2016 ist es wieder soweit.

Die Tagung besteht aus dem Tagungsprogramm mit Vorträgen, Workshops und Tutorials sowie der angeschlosenen Messe. Aussteller der Messe sind Dienstleister sowie Tool- und Produkthersteller aus den Bereichen Technische Kommunikation und Content Management. Eine Welcome Party und Abendveranstaltungen (z. B. eine Städte-Tour oder ein Besuch in der MOTORWORLD) runden das Rahmenprogramm ab.

Thema dieses Jahr: Intelligente Information

Die tekom wirbt in ihrem Programmheft für die Jahrestagung mit dem Titelthema Intelligente Information. Dahin führt der Weg in Zeiten von Digitalisierung, Automatisierung, Information 4.0 und Industrie 4.0. Zusätzlich bewegt die meisten Unternehmen auch die Frage nach der Anwenderfreundlichkeit: Also wie müssen Informationen intelligent aufbereitet sein, damit der Anwender diese nutzerfreundlich erhält? Sowohl technisch als auch inhaltlich? Diese Themen liegen uns als Kommunikationsexperten naturgemäß nahe und wir warten daher mit vielen innovativen Themen auf. Technisch machbar ist heutzutage vieles, aber ist es auch prozesstechnisch sinnvoll oder wirtschaftlich verträglich? Wir leisten Hilfestellung, daher ist das Leitthema der Tagung aus unserer Sicht absolut angebracht.

Viele spannende Vorträge habe ich im Tagungsprogramm schon ausfindig gemacht, vor allem in den Bereichen Mobile Dokumentation, Technisches Marketing oder auch User Experience. Leider habe ich jetzt schon die Befürchtung, dass ich nicht viele der Vorträge besuchen werden kann. Zumindest nicht, wenn unser Stand auf der Messe so gut besucht ist wie letztes Jahr. Auch wir werden wieder Vorträge halten:

  • SEO – Dokumentation für die Suchmaschine? (Prof. Dr. Markus Nickl; Di., 08.11.2016, 13:45-14:30; Raum C6.2 OG)
  • Checklisten – für jeden Anlass (Johannes Dreikorn; Di., 08.11.2016, 16:15-18:00; Raum SR 1 OG & Mi., 09.11.2016, 11:15-13:00; Raum C4.1 OG)
  • Showcase Mobile Dokumentation (Moderation Edgar Hellfritsch, Dr. Stefan Dierssen; Beitrag Demo-App: Romy Stauch; Mi., 09.11.2016, 13:45-15:30; Raum Planum 2)
  • Proof of Concept: Abbildung intelligenter Produkte in einem CMS (Edgar Hellfritsch, Dr. Stefan Dierssen; Do., 10.11.2016, 09:45-10:30; Raum Plenum 2)

doctima mit Messestand und Verlosungs-Aktion

Neben den Vorträgen sind wir wie eben schon erwähnt auch als Aussteller mit einem Messestand auf der anschließenden Messe der Jahrestagung vertreten. Sie finden uns direkt am Eingang in die Halle C1. Das ist deswegen leicht zu finden, weil Sie vom tekom-Informationsstand zwischen den beiden Messehallen nur ein paar Schritte in die Halle C1 gehen müssen, und schon sind Sie an unserem Messestand mit der Nummer C02. Themen, die wir auf der Tagung präsentieren:

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doctima-Stand auf der tekom-Jahrestagung (c) doctima

Zusätzlich haben wir wieder eine Verlosungs-Aktion. Wir verlosen einen 3D-Drucker, den Sie an unserem Messestand auch live in Betrieb erleben können. Also kommen Sie vorbei und werfen Sie Ihre Visitenkarte in die Losbox, um an der Verlosung teilzunehmen. Am letzten Messetag verlosen wir den 3D-Drucker vor Ort. Der Gewinner kann somit seinen Gewinn direkt mitnehmen (wir schicken ihn aber auch gerne zu).

Termin vereinbaren oder Freikarte für die Messe gewünscht?

Wenn Sie auf der tekom-Jahrestagung einen Termin mit uns im Vorfeld vereinbaren wollen, dann melden Sie sich hier dafür an. Sie können uns einen Wunschtermin angeben und dann auf der Tagung an unserem Messestand treffen. So haben Sie Sicherheit, dass wir uns auf jeden Fall intensiv Zeit für Sie nehmen können.

Außerdem können Sie über uns einen Aktions-Code anfordern, mit dem Sie kostenlos die tekom-Messe besuchen können. Einfach hier klicken und in nur einem Schritt fordern Sie Ihren Aktions-Code an, mit dem Sie Zugang zur tekom-Messe erhalten.

Hoffentlich bis in zwei Wochen

Ich hoffe, wir sehen uns auf der tekom-Jahrestagung. Wir freuen uns über jeden Besucher und über jedes Gespräch. Im Nachgang der Tagung werden wir natürlich wieder einen Blogbeitrag über unsere Eindrücke, Erfahrungen, usw. verfassen. Ich bin gespannt, ob sich die Vorfreude bestätigt und die Tagung ein Highlight werden wird.

Wenn sie noch Fragen, Anmerkungen oder Sonstiges zur tekom-Jahrestagung haben, dann einen Kommentar hinterlassen oder bei mir melden: benjamin.rauschenberger@doctima.de oder 0911/97567027.

Gibt es Themen, die Sie auf der Jahrestagung besonders interessieren? Dann lassen Sie doch bitte einen Kommentar da. Wir gehen gerne darauf ein und freuen uns auf Ihren Beitrag.

Zehn Dinge, die ein Technischer Redakteur können sollte

Zehn_Dinge bearbeitetSie sind technischer Redakteur oder interessieren sich zumindest für technische Redaktion? Vermutlich schon, denn sonst wären Sie nicht hier. Gut für Sie. Technische Dokumentation gewinnt nämlich an Bedeutung. Hochwertige Dokumentation ist ein Qualitätsmerkmal, mit dem sich Unternehmen profilieren können. Technische Redakteure sind also gefragt. Grund genug, einmal genauer hinzusehen, was so ein technischer Redakteur eigentlich können sollte. Wir haben dazu verschiedene Blickwinkel (mit verschiedenen Erwartungen) auf den technischen Redakteur untersucht. Denn wir wollten wissen: Was denken Berufsanfänger? Wie sieht das offizielle Berufsbild aus? Und wonach suchen Unternehmen tatsächlich?

Was denken Jungredakteure, dass sie können sollten?

Nehmen wir einmal die Perspektive von Berufseinsteigern ein. Gerade angehende technische Redakteure sind noch unbeschriebene Blätter und nicht durch ihre Berufserfahrungen beeinflusst. Stellvertretend für diese Gruppe haben Theo Helmberger und ich uns Gedanken gemacht, welche Kompetenzen wir für wichtig halten. Danach haben wir unsere Gedanken zu dieser Übersicht eingedampft:

Priorität Fähigkeit
1 Selbständiges Arbeiten
2 Sicheres Deutsch
3 Teamfähigkeit
4 Grundlegendes technisches Verständnis
5 Komplexere Sachverhalte einfach darstellen
6 Ausbildung / Studium / Zertifikat
7 Freude am Schreiben
8 Kenntnisse über Standards
9 Didaktische Fähigkeiten
10 Grundkenntnisse der Redaktionssysteme

Aus unserer Sicht müsste selbständiges Arbeiten, sicheres Deutsch und Teamfähigkeit bei technischen Redakteuren hoch im Kurs stehen. Allerdings haben wir als Berufsanfänger bisher nur kleinere, unabhängig arbeitende Redaktionen kennengelernt.

Außerdem sind angehende wie erfahrene technische Redakteure dafür da, dem Auftraggeber Schreibarbeit abzunehmen. Dazu ist ein gewisses Maß an Selbständigkeit nötig. Denn die Probleme sind nur verlagert, wenn sich der Auftraggeber statt mit der Dokumentation mit externen technischen Redakteuren herumschlagen muss.

Was denkt der Fachverband, dass Technikredakteure können sollten?

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Fachverband der technischen Redakteure: tekom.

Werfen wir einen Blick nach oben. Die tekom als der Fachverband der technischen Redakteure hat ein ausführliches Berufsbild dazu entwickelt, was einen technischen Redakteur ausmacht. Wir haben das hier einmal zusammengefasst:

Fähigkeit
Kennt juristische und normative Anforderungen
kennt Prozesse und Methoden der Informationsentwicklung
kann professionell zielgruppenorientiert schreiben
kann optisch ansprechend gestalten und layouten
kann Illustrationen und bildhafte Darstellungen erstellen
hat sprachliche Kompetenz und Fremdsprachenkenntnisse, insbesondere Englisch
hat Software-, EDV-Kompetenzen
hat interpersonelle Kommunikationskompetenz
hat einen präzisen, sorgfältigen Arbeitsstil
hat Zeitmanagement-Skills

 

Beim Vergleich der Vorstellungen des Fachverbands mit den Vorstellungen der Einsteiger fällt etwas auf. Erlernbare Fähigkeiten, die für die tekom wichtig sind, werden auch von Einsteigern als wichtig erachtet. Davon haben die Berufsanfänger vielleicht schon gehört oder in Praktika Nutzen gehabt. Mit einigen Kompetenzen, die die tekom von fertigen Redakteuren erwartet, haben Berufsanfänger aber noch nichts zu tun. Wohl deshalb werden von der tekom genannte Fähigkeiten wie Zeit- und Prozessmanagement von Einsteigern noch nicht als wichtig erachtet.

Und was erwartet der Arbeitsmarkt tatsächlich von einem Technikredakteur?

Arbeitsplatz

Für Berufsanfänger wichtig: Erwartungen am Arbeitsplatz.

Ein Merkmal von Berufsanfängern ist, dass sie irgendwann mit ihrem Beruf anfangen wollen. Daraus folgt ein Interesse für das, was potenzielle Arbeitgeber von technischen Redakteuren erwarten. Das hat uns auch interessiert und wir haben uns im Stellenmarkt nach den Anforderungen der Arbeitgeber umgesehen. Die Anforderungen haben wir gruppiert und statistisch ausgewertet. Die Essenz aus über 50 Stellenanzeigen ist ein eindeutiges Bild:

Priorität Fähigkeit
1 Technisches Verständnis
2 Sicheres Englisch
3 Erfahrung in der zu dokumentierenden Branche
4 Studium
5 Teamfähigkeit
6 Kommunikationsfähigkeit
7 Selbständigkeit
8 Ausbildung
9 Sicheres Deutsch
10 Erfahrung mit CMS

Technisches Verständnis und Branchenerfahrung sind gefragter als Team- und Kommunikationsfähigkeit. Anscheinend legen Unternehmen mehr Wert auf fachliche als auf soziale Kompetenzen. Kurioserweise wird sicheres Englisch als wichtiger als sicheres Deutsch eingeschätzt. Während die tekom allgemein von Sprachkompetenz spricht, haben Berufsanfänger vor allem das sichere Deutsch im Blick. In Deutschland sind mehrere große internationale Unternehmen tätig. Auch mit Sitz in Deutschland schreiben diese häufig ihre Dokumentation zunächst auf Englisch. Für diese Unternehmen bringt der ideale technische Redakteur deshalb Englischkenntnisse mit. Für Unternehmen, Einsteiger und tekom gleichermaßen wichtig ist, dass die Handwerkszeuge ordentlich beherrscht werden.

Kleinste gemeinsame Nenner

Vergleichen wir die Vorstellungen von Einsteigern, tekom und dem Arbeitsmarkt über das, was einen technischen Redakteur ausmacht. Es gibt drei erkennbare Kompetenzen, die von allen für so wichtig gehalten wurden, dass sie Erwähnung fanden.

Selbständiger Arbeitsstil

Zum perfekten technischen Redakteur gehört ein selbständiger Arbeitsstil. Die tekom wird noch etwas präziser. Zum selbständigen Arbeiten muss man sich die Zeit einteilen können und sorgfältig arbeiten.

Sprachliche Kompetenz

Deutsch sollte der technische Redakteur beherrschen. Englisch wird nur von Einsteigern nicht genannt. Das liegt vielleicht daran, dass Einsteiger nur selten mit englischsprachiger Dokumentation in Berührung kommen. Manchmal treiben es Unternehmen noch weiter und wünschen sich Sprachen wie Französisch, Italienisch oder Spanisch.

Beherrschte Handwerkszeuge

Unternehmen wie Anfänger denken, dass technische Redakteure zumindest erste Erfahrungen mit Content-Management- oder Redaktionssystemen haben sollten. Die tekom gibt sich damit nicht zufrieden. Nach ihren Vorstellungen sollten technische Redakteure auch kompetent im Umgang mit anderer Software sein.

Diese drei Kompetenzen sollte jeder technische Redakteur mitbringen. Daneben gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Kompetenzen, die den idealen technischen Redakteur ausmachen. Welche das sind, das hängt vom Blickwinkel ab. Je nachdem, aus welcher Ecke man auf den technischen Redakteur schaut, ändert sich sein Profil. Und welche Fähigkeiten sind aus ihrem Blickwinkel besonders wichtig? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Sicherheits- und Warnhinweise – Ein LEIT-FADEN aus dem Dschungel?

leitfaden_warnhinweisWer technische Dokumentation schreibt, kommt früher oder später mit dem Thema Sicherheits- und Warnhinweise in Berührung. Herauszufinden, welche Normen und Gesetze für das aktuelle Projekt relevant sind, stellt in der Regel keine allzu große Herausforderung dar. Aber schnell stellt man fest, dass all diese Regelungen doch einen enormen Spielraum für die konkrete Umsetzung lassen. Dass viele Redakteure verunsichert sind, ist deshalb nicht verwunderlich…

Klare Ziele

Hier setzt der „Leitfaden Sicherheits- und Warnhinweise“ an. Mit ihrem Werk haben sich die Autoren zwei Hauptziele gesetzt:

  • Technischen Redakteuren einen Überblick über die gesetzlichen und normativen Anforderungen zu geben und
  • eine Entscheidungshilfe für die konkrete Umsetzung von sicherheitsbezogenen Informationen bereitzustellen, die mit konkreten Beispiele illustriert wird.

Klare Grenzen

Die Autoren machen von Anfang an auf zwei Einschränkungen aufmerksam: Einige klar definierte Branchen werden nicht behandelt. Außerdem werden die sicherheitsrelevanten Informationen nur aus Herstellersicht betrachtet, was in dem Kontext durchaus gerechtfertigt ist.
Das Thema wird dafür aber insgesamt sehr strukturiert abgearbeitet. Auch Definitionen zentraler Begriffe sowie ein Abkürzungs- und Literaturverzeichnis fehlen nicht. Viele Informationen sind tabellarisch dargestellt, was den Überblick erleichtert. Die Autoren bemühen sich, auch Hintergründe nachvollziehbar darzustellen statt nur abstrakte Fakten zu präsentieren. Dies erfolgt manchmal allerdings auf Kosten der angestrebten Übersichtlichkeit. Auch mit kleinen Einschüben à la „das Wichtigste in Kürze“ hätte man diese Anschaulichkeit erreichen können.

Bemerkenswert: Die Autoren unterscheiden begrifflich zwischen „Warnhinweise“ und „Sicherheitshinweise“, die oft eigentlich synonym verwendet werden. Sicherheitshinweise stehen am Anfang der Anleitung in einem gesonderten Kapitel. Ihr Zweck: Den Anwender mit dem Produkt insgesamt vertraut machen und ihn zum sicheren Umgang mit dem Produkt befähigen. Sie müssen also nicht zwangsläufig als normierte Warnhinweise formuliert sein. Warnhinweise hingegen stehen immer in dem Zusammenhang, in dem eine konkrete Gefährdung auftritt und sollten als solche eindeutig erkennbar sein.

Sicherheitsbezogene Information: Wege zur Qualität

Die ersten beiden Kapitel vermitteln wichtige Grundlagen darüber, welche Arten von sicherheitsbezogenen Informationen es gibt und wie diese in der Produkt- bzw. Dokumentationsentwicklung eingebettet sind. Typische Fehlerquellen zu Prozessbeginn, die aber gravierende Folgen haben, werden beleuchtet. Sehr wertvoll sind z. B. die Hinweise auf Mängel in der Risikobeurteilung. Dem Leser wird auch deutlich vorgeführt, wie wichtig eine klare und strukturierte Vorgehensweise schon zu Beginn der Produktentwicklung ist.

Aber auch andere wichtige Qualitätsfaktoren werden in einem größeren Gesamtkontext betrachtet. Die Textsorte „sicherheitsbezogene Informationen“ stellt besondere Anforderungen hinsichtlich der Verständlichkeit – mit dieser Aussage überraschen die Autoren wohl niemanden; sie stellen aber klar, warum „Verständlichkeit“ sich in diesem Kontext nicht auf „verständlich formuliert“ reduzieren lässt. Dass auch der Technische Redakteur nicht alleine die Verantwortung dafür trägt (und tragen darf), dürfte für einige eine angenehme Überraschung sein. Der Leitfaden erklärt, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Konstruktion und Redaktion für die Qualität des Endergebnisses ist, und zeigt auch mögliche Wege auf, dies umzusetzen. Man erfährt zum Beispiel, warum es von zentraler Bedeutung ist, die getroffenen Entscheidungen über die Sicherheitsinformationen zu dokumentieren.

Rechtliche und normative Anforderungen: Ein klarer Überblick

Kapitel 3 und 4 geben einen Gesamtüberblick über die Quellen für gesetzliche und normative Anforderungen weltweit. Diese sind nach drei Aspekten gegliedert: Region, branchenübergreifende und branchenspezifische Anforderungen. Diese Art der Aufbereitung erweist sich fürs schnelle Nachschlagen als sehr praktisch. Damit lösen die Autoren ihr erstes Hauptziel.
Die kontrastive Darstellung der gesetzlich-rechtlichen Grundlagen in den USA und Europa und die praktischen Tipps zur Umsetzung helfen, Kriterien für prüfbare Qualität festzulegen.
Was die Normen betrifft, werden nur die relevantesten besprochen. Man kommt also nicht darum herum, selbst zur prüfen, wie die Sachlage im eigenen Fall ist. Aber der Leser bekommt jede Menge Anhaltspunkte, was er in Betracht ziehen soll.

Worauf es bei der Umsetzung ankommt…

Die Empfehlungen zur Umsetzung in Kapitel 5 vermitteln meiner Meinung nach eine gute Basis, um eigene Entscheidungen zu treffen, vor allem auch deshalb, weil die Autoren einige Grundlagen zur kognitiven Wahrnehmung berücksichtigen.
Behandelt werden die wichtigsten Aspekte:

  • Aufbau und Inhalt des Sicherheitskapitels (mit Mustergliederungen)
  • Gestaltung
  • Platzierung
  • Formulierung

Auch das Zusammenspiel mancher Aspekte (z. B. Gestaltung in Abhängigkeit von Platzierung) wird angesprochen.

Zwar gehen die Autoren gesondert auf die Warnschilder ein, aber dieses Thema fällt meines Erachtens etwas zu kurz aus. Dies hängt womöglich damit zusammen, dass diese in den Bereich der Konstruktion fallen.

Mein persönliches Fazit

Persönlich habe ich zwei Sachen vermisst.
Zum einen hätte ich erwartet, dass die Belange der mobilen Dokumentation auch einen deutlichen Raum bekommen. Denn insbesondere die Dokumentation, die auf dem Smartphone gelesen wird, stellt besondere Anforderungen an den Text, die durch die hier dargestellten Prinzipien nicht abgedeckt werden.
Auch hätte ich mir einen praktischen Teil gewünscht oder zumindest eine umfangreichere Sammlung kommentierter Beispiele.

Dennoch bleibt mein Gesamturteil positiv: Dieser Leitfaden vermittelt dem Leser die wesentlichen Grundlagen und stellt ihm ein wichtiges Instrumentarium bereit, um eigenständig sinnvolle Entscheidungen zu treffen.

Literatur: Heuer-James, Jens-Uwe u. a. [2014]: Leitfaden Sicherheits- und Warnhinweise, tekom Stuttgart, ISBN 978-3-944740-03-4

Hinweis: Das hier besprochene Buch wurde uns vom Verlag kostenfrei als elektronisches Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Der Verlag hat keinerlei Einfluss auf den Inhalt dieser Besprechung genommen.

600 Regeln für die Content-Qualität

doctima_contentruleset600 Regeln? Das kann doch kein Mensch im Griff behalten! Stimmt. Deswegen haben wir bei doctima das ContentRuleset entwickelt, eine Software, die Technische Dokumente systematisch auf unterschiedliche Prüffälle hin untersucht. Heute wollen wir einmal zeigen, was das ContentRuleset ist und was sich damit machen lässt.

Was ist das ContentRuleset?

Das ContentRuleset ist eine Sammlung von Regeln, die typische Prüffälle aus allen sprachlichen Ebenen und zu häufigen Prozessschritten abbilden. Die Prüfroutinen sind technologisch umgesetzt mit dem ISO/IEC-Standard ‚Schematron‘ (ISO/IEC FDIS 19757-3). Es integriert sich nahtlos in die Schematron-Schnittstelle des Content-Management-Systems SCHEMA ST4 (Version 2014 und 2016).

Mit dem doctima ContentRuleset geben wir Ihnen die Möglichkeit, das Schematron-Modul in ST4 zu einem leistungsfähigen Controlled-Language-Checker auszubauen durch …

  • ein elaboriertes Set an Prüfroutinen, das alle relevanten Qualitätsdimensionen für Content prüft. Und das bereits im Redaktionssystem – also noch bevor der Content zu einem Informationsprodukt verarbeitet wurde.
  • ein ausgeklügeltes Ordnungssystem, mit dem Sie die Routinen einfach und schnell verwalten und anwenden können.
  • eine funktionale Erweiterung des ‚ST4 Schematron Reports‘, die Ihnen das zielgenaue Detektieren und Beheben von Standardverletzungen vereinfacht.

Wer braucht es?

Das ContentRuleset adressiert den typischen Bedarf in der Technischen Redaktion. Es berücksichtigt Prüfkriterien aus den aktuellen Branchenstandards wie die tekom-Leitlinie ‚Regelbasiertes Schreiben‚. Dadurch ist das doctima ContentRuleset die ideale Lösung für Technische Redaktionen, die bereits mit ST4 arbeiten und die ihre Qualitätsprozesse optimieren und straffen wollen.

Das Content-Ruleset ist leicht zu handhaben und integriert sich nahtlos in den Arbeitsprozess. Der Katalog der Prüfroutinen lässt sich auf unternehmensspezifische Standards anpassen und bietet dadurch volle Flexibilität.

Wie bekommt man es?

Haben Sie Lust bekommen, das doctima ContentRuleset einmal in Aktion zu sehen? Möchten Sie mehr erfahren? Benjamin Rauschenberger beantwortet gerne alle Ihre Fragen; per Email an benjamin.rauschenberger@doctima.de und telefonisch unter 0911/97567027. Oder Sie vereinbaren gleich eine kostenlose Online-Präsentation auf unserer Produktseite. Wir freuen uns auf Sie!

5 Gründe, warum du Technischer Redakteur werden musst

Technische Redaktion – ein Sammelbecken für Quereinsteiger. Zunehmend gibt es aber auch Leute, die den geraden Weg gehen; bei mir zum Beispiel mit einem Masterstudium an der Hochschule Merseburg. Deshalb dachte ich mir, ich wende mich heute mal an alle, die sich fragen, ob Technische Redaktion für sie das Richtige ist, und versuche mich an der Berufsberatung.

1. Du bist diejenige, die immer sagt „Hast du mal in die Anleitung geschaut?“

Wenn jemand in deinem Umfeld seine neueste technische Errungenschaft nicht versteht. Denn du weißt: Die Anleitung wurde schließlich nicht umsonst geschrieben. Und meist löst sie das Problem besser als irgendwelche Internettipps.

Und wo wir schon dabei sind: Du bist auch diejenige, die jede Anleitung aufhebt, sich die guten heraussucht und die schlechten heimlich korrigiert – oder wenigstens darüber ablästert.

Und darüber hinaus heißt es nach deiner Meinung …

2. … „Studieren geht über Probieren“

Klar, ein wenig Risiko macht auch mal Spaß. Die Bohrmaschine kann man bestimmt auch mal benutzen, um das neue Tapetenweiß anzurühren… Aber Sicherheitshinweise zum Beispiel werden ja nicht zum Spaß angebracht, wie man im Studium lernt. Sie sind eine Wissenschaft für sich und gar nicht so einfach zu erstellen. Und auch vieles andere erledigt sich nicht „mit einer flotten Schreibe“, sondern ist solides Handwerk.

3. Du suchst gern die Nadel in der Suppe

Äh. Das Haar im Wald. Beziehungsweise das Salz im Heuhaufen. Ach das gibt’s doch nicht!

Was ich damit sagen will: Du liebst Sprache. Und du kannst richtig ungemütlich werden, wenn ebendiese misshandelt wird. Das kommt dir zugute, wenn du Texte zu Immobilienfonds oder Werkzeugmaschinen lektorierst. Wo es unverständlich wird, greifst du ein und klärst mit den Entwicklern die Stellen, die überarbeitet werden sollten.

Und jetzt zu den weniger offensichtlichen Dingen…

4. Du magst Listen….

a) Alphabetische Listen
1. Nummerierte Listen
• Listen mit Punkten und
√ ganz besonders die mit Häkchen!

Und zu Recht. Listen sind die Helden des Alltags, auch in der Technischen Redaktion. Genauso wie man zu Hause aufräumt, wenn man sonst im Chaos versinkt. Listen strukturieren Projekte, Aufgaben, Kriterien usw. Und sie können ganz subtil sogar für eine funktionierende Qualitätssicherung sorgen.

5. Du brauchst Abwechslung

Im Büro, auf dem Schreibtisch, auf deinem Monitor.

Und die bekommst du, das garantiere ich dir. So viel Abwechslung wurde dir das letzte Mal mit sechs Jahren im Bällebad bei IKEA geboten. An einem Tag erklärst du Steuersoftware, am nächsten die Funktionsweise einer Pumpe oder eines Panzers. Und du findest diese ganzen unbekannten Fachbegriffe, Funktionen und Zusammenhänge jedes Mal aufs Neue spannend. Außerdem kann dich irgendwann keiner mehr auf dem Gebiet Allgemeinwissen schlagen. Jauch kann einpacken.

Du willst noch mehr Gründe?

Mir fallen noch viele Punkte ein, die hier folgen könnten. Zum Beispiel, dass du gerne über den engen Tellerrand der eigenen Abteilung hinausblickst. Denn Technische Dokumentation ist eine echte Querschnittsaufgabe, bei der man mit allen möglichen Bereichen im Unternehmen in Kontakt kommt.

Letzten Endes kann man nur in der praktischen Arbeit sehen, was einem am meisten Spaß macht. Für mich ist es die Kombination von Sprache, Technik, Anwenderorientierung und vor allem, Projektziele gemeinsam mit einem Team zu erreichen. Ich jedenfalls fühle mich als Technische Redakteurin pudelwohl.