Die Übersetzung von Anleitungen als Kultur

Cover_Konventionen technischer KommunikationBrigitte Horn-Helf stellt mit „Konventionen technischer Kommunikation: Makro- und mikrokulturelle Kontraste in Anleitungen“ die Ergebnisse ihrer kontrastiven Textsortenvariantenforschung vor. Anhand von 12 Korpora hat sie Profile erstellt, die u.a. Technischen Übersetzern als praktische Arbeitshilfen dienen sollen.

Den meisten sprachwissenschaftlichen Publikationen eilt nicht gerade der Ruf voraus, besonders praxisbezogen zu sein; noch seltener wird ihren Autoren eine altruistische Zielsetzung unterstellt. Horn-Helf versucht sich mit ihrer Publikation an einem Gegenbeispiel: Sie will den Arbeitsalltag Technischer Übersetzer erleichtern und damit die Qualität (übersetzter) Anleitungstexte verbessern.

Eine gute Übersetzung…

… muss selbstverständlich inhaltlich und sprachlich korrekt sein. Aber die schnöde Aneinanderreihung von in die Zielsprache überführten Textbausteinen gelingt mittlerweile sogar dem Google-Translator (einigermaßen). Die Kunst einer professionellen Übersetzung liegt darin, den Zieltext auch den (Textsorten-) Konventionen der Zielkultur anzupassen. Und genau an dieser Stelle erkennt Horn-Helf Komplikationen.

Probleme in der Übersetzungspraxis

Zwar wird die Berücksichtigung der Zielkultur in der Übersetzungstheorie immer wieder postuliert. Selten wird diese aber in Form von konkreten Anweisungen, Hilfestellungen und Sprachratgebern für die Übersetzer greifbar gemacht. Laut Horn-Helf können sich die Übersetzer das Wissen um Textsortenkonventionen aber selbst nicht aneignen, da dafür in ihrem (wohl sehr) stressigen Arbeitsalltag einfach keine Zeit bleibe.

Man könnte annehmen, dass gerade diese Kenntnis interkultureller bzw. intersprachlicher Konventionen eine Kernkompetenz professioneller Übersetzer sein müsste. Horn-Helf erkennt diesen Anspruch aber allenfalls als weit verbreitete und anmaßende Forderung an diesen Berufsstand: Solange die Wissenschaft nicht hilft, könnten Übersetzer Textsortenkonventionen ihrer Zielsprachen höchstens „erahnen“, nie aber systematisch erfassen.

Hilfe für Technische Übersetzer

Selbstverständlich kann Horn-Helf nicht alle Technischen Übersetzern aus ihrer misslichen Lage befreien; wohl aber die, die zwischen der deutschen, englischen und russischen Sprache hin und her übersetzen. Dazu stellt sie sich der ultimativen Herausforderung: Kontrastive Textsortenprofile; genauer: kontrastive Textsortenvariantenprofile!

Bereits im Titel der Publikation wird auf den Unterschied zwischen Makro- und mikrokulturellen Kontrasten hingewiesen:

  • Makrokulturen sind für Horn-Helf die verschiedenen Kulturen bzw. Sprachen (hier: D/E/R).
  • Als Mikrokulturen bezeichnet Horn-Helf technisch-wissenschaftliche Disziplinen, wobei ihre Entscheidung für die Gegenüberstellung auf ‚Maschinenbau‘ und ‚Gerüstbau‘ fällt.

Aber Anleitungstexte müssen oft nicht nur Brücken zwischen Sprachen oder wissenschaftlichen Disziplinen schlagen:

  • Zusätzlich zu den beiden Mikrokulturen betrachtet Horn-Helf die in der Fachsprachenforschung allseits bekannte vertikale Schichtung ihrer drei Korpussprachen, auch bekannt als Theorie- und Verteilersprache oder interne und externe Kommunikation.

3 Makrokulturen [mal] 2 Mikrokulturen [mal] 2 vertikale Schichtungen – das macht 12 Korpora, die Horn-Helf auf über 100(!) sprachwissenschaftliche Analysekriterien abklopft und miteinander vergleicht. Nur ein geübter Sprachwissenschaftler kann nicht überrascht sein, ob der Menge an Dingen, die man an einem Anweisungstext betrachten und auszählen kann: Deklarationen, Sprachhandlungen, Interpunktion, Gliederungsmittel, Satzkomplexität, Typographie, Text-Bild-Relation, Parenthesen und und und.

Insgesamt umfasst die Publikation fast 1000 Seiten – aufgrund dieser Menge an Daten und Auswertungen wurden Kapitel 4-8 auf eine beiliegende CD ausgelagert. Von Interesse für die Übersetzungspraxis ist aber allein Kapitel zwei:

„Kulturspezifische Präferenzen und Translation“:

Horn-Helf nimmt sich jedes Analysekriterium vor, beschreibt ihre Ergebnisse und formuliert darauf aufbauend einen Ratschlag zur ‚translatorischen Behandlung‘.

So erfährt der Russisch-Deutsch-Übersetzer, dass er russische Imperative in imperativische Infinitive überführen sollte, da diese in deutschen Anweisungstexten üblich seien.

Bei der typographischen Gliederung von Aufzählungen bevorzugen Russen Minuskeln, Deutsche den Spiegelstrich, in englischen Texten hingegen „sollte sich die Markierung der Aufzählungsglieder grundsätzlich auf Ziffern beschränken.“

Für die Anpassung der Parenthesendichte einer deutschen Anleitung gilt für den Übersetzer die Faustregel: „Im Zuge der Translation ist die Parenthesendichte für den russischen [Zieltext] um ca. ein Drittel, für den englischen [Zieltext] auf die Hälfte zu reduzieren.“

Welche Zielgruppe hat dieses Buch?

Eine wohl überraschende erste Antwort auf diese Frage lautet: (Angehende) Kulturwissenschaftler. In ihrem ersten (weit über 300 Seiten umfassenden) Kapitel führt Horn-Helf ihren Leser äußerst detailliert und mithilfe breit gefächerter Meinungen und Zitate durch den aktuellen Forschungsstand zum Thema ‚Kultur‘: über den Kulturbegriff per se, über Universalia, hin zu kulturspezifischer Farbsemantik, Geschlechterrollen oder Freundschafts- und Höflichkeitsdefinitionen. Damit bietet Sie – beabsichtigt oder nicht – eine Art Einführung in die Vergleichende Kulturwissenschaft.

Die eigentlich angesprochenen Technischen Übersetzer müssen selbst entscheiden, ob ihnen die Beschäftigung mit Horn-Helfs Forschungsbeitrag ihre Arbeit erleichtert. Ein selektives Querlesen ist für diesen Berufsstand sicher interessant; wobei aber ein wichtiger Faktor (vor allem in Hinblick auf die Qualität der übersetzten Texte) nicht übersehen werden sollte: Horn-Helf bildet den Status quo von Anweisungstexten zum Zeitpunkt ihrer Korpuszusammenstellung ab – ohne Einbeziehung der jeweiligen makrokulturellen Verständlichkeitsforschung. So mag der imperativische Infinitiv in deutschen Anleitungstexten die Vormachtstellung haben; viele Verständlichkeitsforscher und Technische Sprachratgeber wären den Übersetzern aber sehr dankbar, wenn wenigstens sie von seiner Verwendung absehen würden.

Literatur: Horn-Helf, Brigitte: Konventionen technischer Kommunikation: Makro- und mikrokulturelle Kontraste in Anleitungen. FFF – Forum Fachsprachen Forschung, Bd. 91. Verlag Franck & Timme, Berlin, 612 Seiten mit CD. ISBN 978-3-86596-233-1

Hinweis: Das hier besprochene Buch wurde uns vom Verlag kostenfrei als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Der Verlag hat keinerlei Einfluss auf den Inhalt dieser Besprechung genommen.

Connecting Content

doctima_contentconnectWar mein letzter Beitrag ein Plädoyer dafür, die wertvollen Inhalte aus der Technischen Redaktion an möglichst vielen Stellen wiederzuverwenden, möchte ich diesmal davon berichten, wie wir Sie bei der Erledigung dieser Aufgabe unterstützen können. In diesem Beitrag geht es darum, was unser neues Werkzeug ContentConnect leistet, welche Aufgaben es dazu bewältigt, und welche Vorteile Sie als Anwender daraus ziehen können.

Ziele: Was ContentConnect leistet

ContentConnect verbindet Content-Plattformen miteinander. Um das Grundprinzip des Werkzeugs zu verstehen, beschränke ich mich in diesem Beitrag auf den einfachen Fall mit einer Quelle (SCHEMA ST4) und einem Ziel (TYPO3). Mit der Fähigkeit, auch Inhalte aus mehreren Quellen zu kombinieren und die Ergebnisse in mehrere Zielsysteme zu verteilen, sind der redaktionellen Fantasie aber grundsätzlich alle Türen geöffnet.

Unseren ersten ContentConnect -Kunden ging es darum, Produktinformationen aus dem CMS der Technischen Reaktion nahtlos in die vom Marketing betreute Unternehmens-Website zu integrieren. Besucher der Website sollten Zugang zu den Produkten finden

  • über die Navigation durch die Hierarchie der Produktgruppen,
  • durch die indizierte Suche des Web-CMS und
  • einen „Product Finder“, also eine Facetten-Suche, wie man sie von großen Webshops her kennt.

Für den Anwender sollten sich die Produktinformationen nahtlos in die Web-Umgebung integrieren, sie sollten nicht bemerken, dass die Daten extern in das System eingespeist werden.

Inhalte: Was überträgt ContentConnect?

ContentConnect kopiert nicht einfach Daten. Er nutzt die im Content enthaltene Information, um einen wirklichen Mehrwert zu erreichen.

Strukturierte Informationen

Struktur einer Produktseite auf hilscher.com

Struktur einer Produktseite auf hilscher.com

Produktbeschreibungen sind strukturierte Information: Produktbezeichnung, Highlights, Technische Details, Bestellinformationen, Produktbilder, usw. werden als identifizierbare Bausteine übertragen. Diese lassen sich z. B. in Seiten-Templates eines Web-CMS einpassen. Systeme wie TYPO3 oder Contao unterstützen modulare Seiten-Layouts und bieten hierfür eine hervorragende Grundlage.

Mehrsprachigkeit

Ein zentraler Vorteil von Redaktionssystemen in der Technischen Redaktion ist das meist hervorragende Übersetzungs-Management. Gängige Web-CMS können gerade bei diesem qualitäts- und kostenkritischen Thema bei weitem nicht mithalten. ContentConnect überträgt alle Informationen in beliebig vielen Sprachen.

Metadaten

Produktinformationen im Redaktionssystem der Technischen Redaktion sind in der Regel mit Metadaten zu Filter- bzw. Ausgabezwecken angereichert. Sie geben zum Beispiel an, ob ein Produkt eine bestimmte Farbe hat, ein bestimmtes Betriebssystem unterstützt oder für einen speziellen Markt geeignet ist. Diese Metadaten lassen sich auch im Web verwenden, um z. B. mit einem Produktfinder einen zusätzlichen Zugang zu den Produkten zu schaffen, oder um den Navigationspfad durch Filter zu verschlanken. Wie wir das mit unserem Kunden Hilscher umgesetzt haben, können Sie unter den folgenden Links nachvollziehen:

Grafiken und Binärdateien

Produktbilder, Downloads, Infografiken: Grafiken und Binärdateien sind essenzieller Bestandteil des Contents und werden selbstverständlich mit bereitgestellt.

Querbeziehungen

Querbeziehungen zwischen Informationsbausteinen werden beim Transfer aufrechterhalten: Bei unserem Kunden waren das beispielsweise:

  • Hierarchien, z. B. die Einordnung in Produktgruppen,
  • Verweise auf zugehörige Produkte wie Zubehör oder Alternativen,
  • Links auf zugehörige Treiber-Downloads oder
  • eingebettete Bilder und Grafiken.

Generierte Inhalte

Nicht immer liegen alle Informationen, die im Zielsystem benötigt werden oder sinnvoll sind, in der Technischen Redaktion vor. Deshalb haben wir in ContentConnect vorgesehen, die zu übertragenden Inhalte regelbasiert anzureichern. Einige Beispiele:

  • Download-Links erhalten – abhängig vom Datentyp den Linkziels – PDF- oder DVD-Symbole.
  • Das Metadatum „unterstützte Technologien“ eines Produkts wird in eine Galerie von Logos dieser Technologien umgesetzt.
  • Telefonnummern in Kontaktadressen werden automatisch mit Telefon-Links versehen, die vom Smartphone aus bzw. über Skype o. ä. direkt angewählt werden können.

Aufgaben des Werkzeugs

Um die oben beschriebenen Inhalte abbilden zu können, erledigt der Content Connect die folgenden Aufgaben:

  • Benutzerauthentifizierung in Quell- und Zielsystemen,
  • Integration des ContentConnect in Quell- und Zielsysteme,
  • Objekte in Quell- und Zielsystem identifizieren und aufeinander abbilden,
  • Umsetzung von Quell- in Ziel-Datenmodell,
  • Konvertierung und Anreichern der Inhalte in Ziel-Markup,
  • Differenz-Upload für Grafiken und Ressourcen.

Alle Abläufe werden dabei vollständig über eine individuelle Konfiguration gesteuert. So können wir auf Kundenwünsche flexibel eingehen.

Vorteile aus Anwendersicht

Der Leiter der Technischen Redaktion bei unserem Kunden Hilscher hat die Vorteile des Systems aus seiner Sicht zusammengestellt und mit mir in einem Vortrag auf der tekom-Tagung 2015 präsentiert.

  • Für den Kunden erleichtert sich der Zugang zu den Produkten des Unternehmens. Filter und Produktfinder ergänzen die Navigation. Die umfassende, konsistente Information liegt in allen relevanten Sprachen vor.
  • Für den Vertrieb sinkt der Kommunikationsaufwand, während die Vertriebsqualität steigt. Ein gemeinsamer Blick auf die Website ermöglicht ein viel direkteres Eingehen auf den Kunden.
  • Das Marketing erhält eine Website mit umfassenden, mehrsprachigen Produktbeschreibungen, optimal für SEO-Zwecke, bei gleichzeitiger Arbeitsersparnis.
  • Das Produktmanagement kann leichter individuelle Highlight-Informationen bereitstellen.
  • Für den Controller verbessert sich das Übersetzungs-Controlling. Unnötige Aufwände durch Mehrfacherfassung von Technischen Daten, Produktbeschreibungen etc. entfallen, dagegen steigen Publikationsgeschwindigkeit und -konsistenz.

Weitere Informationen finde sich in unserem Foliensatz zur tekom Jahrestagung 2015 (H. Hentsch, E. Hellfritsch „Technische Redaktion als Marketing-Turbo“).

Zusammenfassung

Der generische Ansatz, den wir mit ContentConnect verfolgen, stellt die Informationsfülle der Technischen Redaktion unternehmensweit zur Verfügung. Nahtlos eingebunden in die native Datenhaltung des Zielsystems kann der vorhandene Content an vielen unterschiedlichen Stellen zusätzlichen wertvollen Nutzwert generieren.

Content Connected

Content Connected

Content Connected

Kürzlich gestand mir eine Technische Redakteurin: „…Und dann kopiere ich die einzelnen Technischen Daten in die Eingabemaske für die App und das Online-Portal. Das ist schon recht mühselig.“

Ein anderer Redakteur zeigte mir vor einiger Zeit seine Lösung: Er erzeugt aus seiner Redaktionslösung einige tausend statische HTML-Produktbeschreibungen, mit eigenem Navigationsbereich und allem, um das Ganze dann in einem iFrame in die Webseite einzukleben, die selbstverständlich dynamisch von einem Web-CMS (WCMS) erzeugt wird. Weder die Suchmaschine noch die Sprachumschaltung der Site sind angebunden. Optik und Bedienbarkeit sind damit -nun ja- diskutabel.

Solche und ähnliche Szenarien begegnen mir immer wieder. Was mich dabei fuchst: In beiden Fällen arbeiten Technische Redaktion und Marketing mit hochprofessionellen Werkzeugen und Methoden. Auf dem Weg zum Anwender verpufft aber die ganze schöne Effizienz an fehlenden Schnittstellen.

Schatzkiste Technische Dokumentation

Was leider oft übersehen wird: In der Technischen Redaktion entstehen mit professionellen Methoden und Werkzeugen hochwertige Inhalte:

  • Konsistente, qualitätsgesicherte und umfassende Produktinformationen,
  • Strukturierte Informationen, die personalisierte Darstellung bzw. Filterung erlauben – so entstehen aus demselben Ausgangsmaterial Sichten für Kunden, Partner, Mitarbeiter,
  • Hochwertige und durch Standardisierung kostengünstige Übersetzungen,
  • Professionell erstellte Grafiken und Bilder,
  • Metadaten, die z. B. über Facettensuche oder Kriterienfilter einen gezielten Zugang zum Produktportfolio ermöglichen.

Diese Inhalte werden häufig ausschließlich für die mit dem Produkt ausgelieferte Technische Dokumentation verwendet. Bestenfalls erstellt die Technische Redaktion auch Schulungsunterlagen und Produktblätter.

Profit für mehr Abteilungen

Wir haben uns diese Schnittstellen einmal systematisch angesehen und waren selbst überrascht, wie viele Unternehmensbereiche von diesem Datenschatz profitieren könnten. Insbesondere für Vertrieb und Marketing bieten sich vielfältige Optionen, die Informationen im Unternehmen weiter zu verwerten:

  • Produktbroschüren, Kataloge
  • Website, Shop
  • Produktpräsentations-Unterlagen
  • Reparatur- und Wartungsanleitungen
  • Support-Datenbank, Knowledge Base
  • Anforderungs-Management
  • ERP, PLM
  • … u. v. m.

Diese Informationsangebote entstehen zum überwiegenden Teil nicht in der Technischen Redaktion. Es gibt aber an zahlreichen Stellen Schnittmengen zu den Daten, die in der Technischen Redaktion erarbeitet werden. Nicht immer, und da sind wir wieder bei den Beispielen vom Anfang dieses Beitrags, findet allerdings an diesen Schnittstellen ein effizienter Abgleich statt.

Ein typisches Szenario sieht meist so aus:

  • Mehrfacherfassung und/oder Copy-Paste,
  • inkonsistente, teils widersprüchliche Stände zwischen den Medien,
  • fehlende Sprachversionen in einigen der Medien,
  • Verzögerungen und Koordinationsprobleme zwischen den Medien,
  • detaillierte Produktinformationen sind im Web nur als PDF verfügbar (Lokale Suchmaschine, Google, User Experience, etc.).

 

Aus diesen Erfahrungen heraus haben wir unser neues Produkt ContentConnect entwickelt. Mit ihm schaffen wir eine konfigurierbare Schnittstelle, um die Informationen aus der Technischen Redaktion an fast beliebiger Stelle automatisiert einbinden zu können. Zu den Details des ContentConnect und konkreten Einsatzbeispielen lassen wir demnächst einen eigenen Beitrag folgen.

Anglizismen? Ja: zur besseren Verständlichkeit!

Anglizismen? Schrecklich! Sprachverschandelung! – Wenige sprachliche Themen rufen in der Öffentlichkeit so große Emotionen hervor wie Anglizismen, also aus der englischen Sprache ins Deutsche übernommene Wörter, und meist sind diese Emotionen negativ. Es wird beklagt, dass die Sprache durch Anglizismen unverständlich würde; 2013 hat sogar die Duden-Redaktion den Negativ-Preis eines Sprachvereins erhalten, weil sie zu viele Anglizismen ins Wörterbuch aufgenommen habe.

(c) E.D. / pixelio.de

(c) E.D. / pixelio.de

Andererseits ist gerade wieder (wie seit 2009/2010 jährlich) der „Anglizismus des Jahres“ als positive Würdigung dieser sprachlichen Entlehnungen ermittelt worden. In Wortanalysen konnte dabei gezeigt werden, dass Anglizismen ganz sinnvoll genutzt werden, um Neues zu benennen. Wie sind Anglizismen aber nun aus Sicht der Technischen Redaktion zu beurteilen? Weiterlesen

7 mal Themen finden leicht gemacht

(c) uschi dreiucker / pixelio.de

Finden statt suchen
(c) uschi dreiucker / pixelio.de

„Was soll ich nur schreiben?“ Normalerweise plagt uns Technische Redakteure dieses Problem ja eher nicht. Wenn wir ein Produkt dokumentieren, ist das Thema ja schon automatisch vorgegeben. Immer öfter sind Technische Redakteure aber auch verantwortlich für PR-nahe Aufgaben wie Fachartikel, Blogbeiträge oder Produktvorträge. Und da kann die Themensuche durchaus zum Problem werden. Hier also ein paar Tipps, die das Leben leichter machen.

1. Bereit sein

Themenideen warten nicht darauf, dass man gerade Zeit für sie hat. Sie kommen überraschend und meist genau dann, wenn man am wenigsten mit ihnen rechnet: unter der Dusche, nachts um drei, beim Bergsteigen… Da ist es gut, wenn man vorbereitet ist und Ideen zumindest skizzenhaft aufzeichnen kann. Wichtig ist nicht, dass man alles festhält. Es reichen die Weiterlesen

Leseliste: Zielgruppen und Personatechnik

Die Zielgruppe im Fokus - mit der Personatechnik (c) patrisyu via http://www.freedigitalphotos.net/

Die Zielgruppe im Fokus – mit der Personatechnik
(c) patrisyu via http://www.freedigitalphotos.net/

Vorbemerkung: Mit diesem Post stellen wir unser neues Format „Leseliste“ vor. Die Leselisten sind kommentierte Linksammlungen, bei denen wir die – unserer Ansicht nach – interessantesten Internetressourcen zu einem Thema versammeln und kommentieren.

Und weil in der digitalen Welt alles im Fluss ist, werden wir die Leselisten regelmäßig überarbeiten und ergänzen. Dabei sind natürlich auch Ihre Links und Anregungen willkommen. Jeder Linktipp, den wir aufnehmen, wird selbstverständlich mit dem Namen des Tippgebers genannt. Starten wollen wir die Leselisten mit einer Sammlung zum Thema Personas als Zielgruppeninstrument.

Kritisch mit Personas (und Zielgruppen ganz allgemein) setzt sich Weiterlesen

5 Tipps für strukturiertes Arbeiten mit OneNote

HinweisschildOneNote ist in vielen Redaktionen ein unverzichtbares Werkzeug für das Wissensmanagement. Gerade Einsteiger sind aber mit dem Funktionsumfang des Tools auch oft überfordert. Hier ein paar Tipps um strukturierte Wissensbestände aufzubauen.

1. Hierarchien nutzen

Wer OneNote bereits kennt, weiß, dass ein Notizbuch gezielt in Abschnitte, Seiten und Unterseiten eingeteilt werden kann. Durch diese Hierarchisierung wird Wissen direkt zueinander in Bezug gesetzt. Allein dadurch lässt sich schon ein hoher Grad an Struktur erreichen. Daneben bietet OneNote aber eine ganze Palette weiterer Strukturierungsmittel, Weiterlesen

Technische Dokumentation – Was ist das denn?

Immer wieder passiert es mir, dass ich ratlose Blicke ernte, wenn mich neue Bekannte nach meinem Beruf fragen. Nein, ich meine jetzt gar nicht die Linguistik (mein Studium) sondern Technische Dokumentation. Deshalb hier einmal für alle und zum Nachlesen: Die wichtigsten Infos Weiterlesen