6 Schritte zum mobilen Content

Oft sind es die ersten Schritte, die entscheiden, ob ein Projekt zum Erfolg wird. Das gilt ganz besonders für mobile Informationen. Oft genug habe ich Projekte gesehen, bei denen die Beteiligten auf wichtige Vorüberlegungen verzichtet wurde, nur um schnell mit „dem eigentlichen Projekt“ zu starten. Nur um dann festzustellen, dass das Projekt am Kunden vorbei gelaufen ist. Die folgenden sechs Schritte sollten helfen, das Schlimmste zu verhindern…

Schritt 1: Warum wollen wir mobil werden?

Vielleicht muss man ja ehrlich zugeben: „Weil es geht!“ Oft genug soll ein mobiler Auftritt nur zeigen, dass man modern ist. Ich finde das gar nicht verwerflich. Allerdings muss man dann das Projekt auch konsequent danach ausrichten. Ein Me-Too-Projekt reicht dann offensichtlich nicht.

Schritt 2: Für wen schreiben wir?

Man kann es nicht oft genug wiederholen: Die Zielgruppe entscheidet über den Erfolg eines Angebots. Das gilt eigentlich für jedes Informationsangebot. Ganz besonders aber für mobile Projekte. Sonst gäbe es nicht so viele mobile Angebote, die die Welt nicht braucht.

Schritt 3: Wie viel soll’s denn sein?

Darüber sollte man sich vorab schon klar sein: Wie viel Information kann ich dem Leser denn mobil zumuten. Das gilt sowohl für das Gesamtangebot wie auch für die einzelne mobile Webseite. Daumenregel: Je kleiner das Display, desto geringer das Gesamtangebot.

Schritt 4: Wer liest das eigentlich wo?

Auch so eine Sache, die allzu oft nicht bedacht wird. Wo wird mein Angebot eigentlich gelesen? Dürfen dort eigentlich mobile Geräte verwendet werden (Flugzeug, Krankenhaus etc.). Kann man in der Situation sinnvoll mobile Geräte einsetzen und wenn ja, wie (mobile car interfaces). Wie man es nicht machen sollte, zeigt Scott Stratten recht anschaulich in diesem Video:

Schritt 5: Wer liest das eigentlich womit?

Der Punkt ist natürlich eng verknüpft mit dem vorherigen. Allein auf die verkauften Geräte zu gucken, reicht halt nicht als Strategie für die Plattformwahl. Wenn Jugendliche mittlerweile iPhones wirklich uncool finden, dann sollte man das bei seinem Angebot auch berücksichtigen. Andererseits: Welches Gerät benutzen Leser in welcher Situation? Wie wird Kindle tatsächlich genutzt? Wir wissen bisher noch nicht sehr viel über Nutzergewohnheiten. Um so wichtiger ist es, mit den Lesern in Kontakt zu treten.

Schritt 6: Wie soll es denn aussehen?

Design zum Schluss? Das mag vielen eher unvertraut vorkommen. Und klar: Kunden wollen immer gerne sofort etwas zum Anfassen in der Hand. haben. Aber diesen Schmerz muss man im Interesse des Kunden aushalten können. Denn die Alternative – Design und Content ohne Strategie – ist letzten Endes zum Scheitern verurteilt.

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